Beschreibung
Das Schutzgebiet ist in zwei räumlich getrennte, aber pflanzlich im Wesentlichen identische Zonen unterteilt, die durch ausgedehnte Röhrichte, dichte Bestände von Sumpfschilf (Phragmites australis) und im östlichen Teil durch Uferwälder aus Schwarzerlen (Alnus glutinosa) gekennzeichnet sind.
Die anderen wertvollen Assoziationen von Wasser- und Sumpfpflanzen sind leider nur spärlich vertreten. Dies ist eine ganz andere Situation als in der Vergangenheit, vor der Landgewinnung zwischen 1777 und 1820, als sumpfige, mit Seggen bewachsene Wiesen den gesamten See umgaben und im Norden bis zum Dorf Pergine Valsugana reichten. Die Vegetation des Naturschutzgebiets ist alles, was von den so genannten "großen Perginer Sümpfen" übrig geblieben ist.
Als teilweise Entschädigung für die schweren Eingriffe der Vergangenheit wurde die Seerose (Nymphaea alba), eine Wasserpflanze mit schönen weißen Blüten, die vor einigen Jahrzehnten aus dem See verschwunden war, wieder in das Reservat eingeführt und hat nun wieder eine üppige Population im Schutzgebiet etabliert.
Die naturkundliche Bedeutung des Reservats ergibt sich aus seiner Rolle für die Fauna, insbesondere als optimaler Lebensraum für zahlreiche Wasservogelarten. In den dichten und ausgedehnten Schilfgürteln (die zu den größten in der gesamten Provinz gehören) ist das Eindringen sowohl vom Land als auch vom Wasser aus sehr schwierig, und die Vogelwelt profitiert von dieser Ruhe.
Unter den anwesenden Vögeln ist der Haubentaucher (Podiceps cristatus) am wichtigsten, ein auffälliger Wasservogel, der für seine Hochzeitsparaden berühmt ist: Das Biotop beherbergt die größte Nistpopulation in der gesamten Region Trentino.
Andere interessante Arten, die im Schilf nisten, sind die Wasserralle (Rallus aquaticus), die Zwergdommel (Ixobrychus minutus), das Blässhuhn (Fulica atra), die Stockente (Anas platyrhynchos), der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) und der Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus).
Während des Winters und auf dem Durchzug machen hier Aschereiher (Ardea cinerea), Rohrdommeln (Botaurus stellaris), Kormorane (Phalacrocorax sp.), Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis), Nachtreiher (Nycticorax nycticorax), Möwen (Larus, verschiedene Arten), Fischadler (Pandion haliaetus), zahlreiche Entenarten und andere Rast.
Die Notwendigkeit, der Avifauna die notwendige Ruhe zu garantieren und das Nisten zu fördern sowie die empfindliche Wasservegetation vor möglichen Schäden zu bewahren, ist der Grund für die Aufnahme der beiden Teile des Gewässers vor den Schilfgürteln in das Schutzgebiet, die somit für die Schifffahrt und das Eindringen des Menschen gesperrt sind.
Einrichtungen für Besucher
- Wanderwege und Beobachtungsturm für die Fauna
Veröffentlichungen
- Projekt zum Schutz und zur Aufwertung
Studien
- Projekt zur naturkundlichen und katastermäßigen Erfassung
- periodische Überwachung der Avifauna
- Periodische Überwachung der Amphibien
- Studien der wissenschaftlichen Kommission