Beschreibung
Das Feuchtgebiet "Taio di Nomi" liegt im Etschtal nördlich von Rovereto und ist nicht nur ein Naturschutzgebiet der Provinz, sondern auch ein besonderes Schutzgebiet (SAC) und ein besonderes Schutzgebiet (SPA), d. h. Natura-2000-Gebiete, die auf europäischer Ebene durch die Habitat- und die Vogelschutzrichtlinie geschützt sind.
Der Taio di Nomi ist ein wichtiger Lebensraum, denn er liegt an der wichtigen Zugroute des Etschtals und wird von Vögeln als Rastplatz genutzt.
DIE GESCHICHTE DIESES FEUCHTGEBIETS
Das Gebiet entspricht einem alten Mäander der Etsch vor den Begradigungs- und Kanalisierungsarbeiten am Ende des 19. Es wurde nach und nach durch Urbarmachungsarbeiten verkleinert, um Land für den Anbau zu gewinnen. In den 1970er und 1980er Jahren wurde das letzte verbliebene Feuchtgebiet als Mülldeponie genutzt. Seit 1989 steht es unter Schutz und wurde 1992 renaturiert, wobei ein Teich an der Stelle der ehemaligen Mülldeponie angelegt wurde. Zwischen Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre wurde das Gebiet im Rahmen von LIFE-Projekten einer Reihe von Maßnahmen unterzogen, die es ermöglichten, Land in der Umgebung zu erwerben, um die vorhandenen Teiche zu vergrößern. Es wurden Entwässerungs- und Begrünungsmaßnahmen mit aquatischen und hygrophilen Arten durchgeführt.
AKTUELLE KRITIKPUNKTE
Im Laufe der Jahre hat das Gebiet eine gewisse ökologische Stabilität erreicht. Diese einst regelmäßig vom Fluss überschwemmten Lebensräume bedürfen jedoch einer Sanierung, da das Schilfdickicht im Laufe der Jahre durch die Anhäufung von Pflanzenresten, die zwischen den Wurzeln gefangen bleiben, zu stark verschlammt und die für Amphibien- und Vogelarten so wichtige Wasseroberfläche verringert.
FÜR DAS PROJEKT NATCONNECT2030 DURCHGEFÜHRTE ARBEITEN
Im südöstlichen Teil des Gebiets, wo das Schilfdickicht besonders dicht und geschlossen war, wurden alte Pfützen wiederhergestellt, und im nördlichsten Gewässerabschnitt wurde die Zirkulation gefördert, um auch in den trockensten Perioden einen ausreichenden Wasserstand zu erhalten.
Die durchgeführten Arbeiten werden sicherlich den vorhandenen Amphibienarten und vor allem den Vögeln zugute kommen.
Wie alle Maßnahmen im Rahmen des Life NatConnect2030-Projekts ist auch diese eine Weiterentwicklung der in der PAF der Provinz festgelegten Aktionen. Der PAF - Prioritised Action Framework - ist ein mehrjähriges Dokument, das die für die Erhaltung der Natura-2000-Lebensräume und -Arten erforderlichen Maßnahmen plant und überwacht.
Aktivitäten im Trentino für das Projekt NatConnect2030
Mähen von Torfmooren zur Förderung der biologischen Vielfalt und zur Erhaltung offener Gewässer, Wiederherstellung der natürlichen Bedingungen von Wasserläufen, Überwachung von Flusskrebs-Populationen, Erhaltung von Brut- und Überwinterungsgebieten für Fledermäuse, Bekämpfung nicht heimischer Arten.
Dies sind die Aktivitäten, die im Trentino im Zeitraum 2024-2032 im Rahmen des europäischen LIFE-Projekts NatConnect2030 geplant sind.
06.05.2024