Beschreibung
Der ehemalige Flusslauf der Etsch beschrieb hier einen breiten Mäander. Mit der Begradigung des Flussbettes wurde der Mäander "abgeschnitten" (daher der Name "Taio", was "Schnitt" bedeutet), aber das große Gebiet, das mit dem ehemaligen Flusslauf zusammenfällt, blieb immer ein Feuchtgebiet.
Der alte Verlauf des Flusses ist von oben betrachtet noch immer sichtbar. Auch auf topografischen Karten ist diese Situation gut zu erkennen, und der alte Mäander ist dort gut ablesbar.
Von der Vegetation her ist das Naturschutzgebiet sehr interessant, auch wenn die Veränderungen der Vergangenheit es erheblich verarmt haben.
Es zeichnet sich durch ein Schilfdickicht aus, an dessen Rändern die Wasseramsel (Alisma plantago-aquatica), der Rohrkolben (Typha latifolia) und die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) wachsen, eine schöne hygrophile Ranunculacea, die bei Taio ihre einzige Station im gesamten Vallagarina hat.
In den "neuen" Wasserflächen, die vor kurzem im Rahmen des Renaturierungsprojekts des Gebiets angelegt wurden, entwickelt sich ebenfalls eine reiche und interessante Unterwasser- und Schwimmvegetation.
Die faunistischen Aspekte des Taio di Nomi sind ebenfalls von großer Bedeutung, vor allem im Hinblick auf die Vogelwelt. In den vergangenen Jahrzehnten war er eine berühmte ornithologische Station und ist noch heute wegen der großen Anzahl von Arten in Erinnerung, die hier rasteten; das konnte ja auch nicht anders sein angesichts seiner Ausdehnung und der Bedeutung der Etschwelle für die Zugrouten. Aber auch heute noch ist das Schutzgebiet trotz seiner geringen Fläche von großem Interesse.
Zu den Wasservögeln, die hier nisten, gehören die Stockente (Anas platyrhynchos), das Blässhuhn (Fulica atra), das Teichhuhn (Gallinula chloropus) und der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus), aber auch zahlreiche Vogelarten, die das Biotop als Rast-, Zufluchts- und Nahrungsgebiet während ihrer Zugbewegungen nutzen.
Einrichtungen für Besucher
- Fauna-Beobachtungsturm
Veröffentlichungen
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Studien
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- periodische Überwachung der Avifauna
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