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Invasive exotische Arten

Invasive exotische Arten (auch als gebietsfremde oder allochthone Arten bezeichnet) sind eine der Hauptursachen für den Verlust der biologischen Vielfalt mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die natürlichen Ökosysteme und erheblichen wirtschaftlichen Schäden.
Dabei handelt es sich um Tier- und Pflanzenarten, die aus anderen geografischen Regionen stammen und absichtlich oder versehentlich in das nationale Hoheitsgebiet eingeführt werden.

Veröffentlichungsdatum:

02.03.2026

Beschreibung

Die Einführung und Ausbreitung gebietsfremder Arten bedroht die biologische Vielfalt und die damit verbundenen Ökosystemleistungen. Oft haben sie auch Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und wirtschaftliche Aktivitäten.

In den Alpen wurde die Umwelt seit der Nacheiszeit kontinuierlich von aufeinanderfolgenden Wellen von Pflanzenarten besiedelt, die je nach Ausbreitungsfähigkeit der einzelnen Arten und klimatischen Schwankungen unabhängig voneinander eintrafen. Mit zunehmender anthropogener Beeinflussung etablierten sich auch importierte Arten,
freiwillig oder unfreiwillig durch den Menschen, zum Beispiel mit dem Aufkommen der Landwirtschaft.

Diese Arten haben sich zum Nachteil der bereits vorhandenen Arten an die neue Umgebung angepasst: Sie haben die Fähigkeit entwickelt, lebensfähige Populationen in der freien Natur zu etablieren und zu erhalten, die sich so gut ansiedeln, dass sie eine echte Bedrohung für die lokale Artenvielfalt darstellen.

Dies ist ein Problem, das sowohl Pflanzen- als auch Tierarten betrifft und im Trentino vor allem in den tiefer gelegenen Tälern, insbesondere entlang der Wasserläufe, auftritt.

Einige niedrig gelegene Lebensräume im Trentino, die nur wenige oder gar keine endemischen Komponenten aufweisen, sind mitunter stark von allochthonen Arten bedroht. Dabei handelt es sich insbesondere um Gewässer, Uferbereiche, edle Laubwälder, Kastanienhaine, Eichen- und Hainbuchenwälder. Diese wertvollen naturnahen Lebensräume können durch das Eindringen gebietsfremder Arten verändert oder sogar
durch das Eindringen gebietsfremder Gehölz- und Staudenarten verändert oder sogar zerstört werden. Im Allgemeinen sind es die fruchtbarsten, feuchtesten, nährstoffreichsten und nicht zu kalten Standorte, die von allochthonen Arten bevorzugt werden.

Wie inzwischen gut dokumentiert ist, können gebietsfremde Arten erhebliche wirtschaftliche Schäden bei produktiven Tätigkeiten, insbesondere in der Landwirtschaft und Viehzucht, verursachen. Sie können auch zur Verbreitung von Krankheiten und Parasiten beitragen, die für Pflanzen und Tiere schädlich und auch für den Menschen äußerst gefährlich sind.

Der Besitz und der Handel mit ihnen sind durch eine Gesetzgebung streng geregelt, die 2015 in allen EU-Ländern in Kraft getreten ist und in Italien durch die DL Nr. 230 vom 15. Dezember 2017 umgesetzt wurde. Ziel der Gesetzgebung ist es, die weitere Einschleppung gebietsfremder Arten zu verhindern und Schäden durch bereits im EU-Gebiet etablierte und verbreitete gebietsfremde Arten zu mindern.

Bis heute wurden 144 invasive gebietsfremde Arten mit erheblichen Auswirkungen auf europäische Ökosysteme (sogenannte Unionsarten) erfasst (einschließlich Tiere und Pflanzen), von denen 60 bereits in Italien vorkommen; die Liste wird regelmäßig aktualisiert.
Im Trentino gibt es mindestens 18 Arten:

Wenn Vorbeugung und rasche Ausrottung erfolglos sind, bleiben Eindämmungs- und Kontrollmaßnahmen. Es handelt sich dabei um kostspielige und oft nicht zielführende Maßnahmen, die jedoch notwendig sind, um eine unkontrollierte Ausbreitung in noch nicht betroffenen Gebieten zu verhindern.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

PAT Dienst für nachhaltige Entwicklung und Schutzgebiete: Tel. 0461 496109 - 0461 496190

Ministerium für Umwelt: esoticheinvasive@minambiente.it

Ispra: specieinvasive@isprambiente.it - Tel. 06 50072650

 

Artikel aus l'Adige vom 26. August 2019

Sammeln von invasiven exotischen Schildkröten

Exotische Schildkröten - Amerikanische Sumpfschildkröten - gelten als invasive Arten und dürfen auf keinen Fall in die freie Natur entlassen werden. Wer sie nicht mehr zu Hause halten möchte oder sie in freier Wildbahn findet, kann sie bei den Provinzämtern abgeben.

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Für das Trentino bedenkliche gebietsfremde Arten, gegen die im Rahmen des europäischen Life-Projekts NatConnect2030 Fang- und Eindämmungsmaßnahmen durchgeführt werden sollen.

Aktivitäten im Trentino für das Projekt NatConnect2030

Mähen von Torfmooren zur Förderung der biologischen Vielfalt und zur Erhaltung offener Gewässer, Wiederherstellung der natürlichen Bedingungen von Wasserläufen, Überwachung von Flusskrebs-Populationen, Erhaltung von Brut- und Überwinterungsgebieten für Fledermäuse, Bekämpfung nicht heimischer Arten.
Dies sind die Aktivitäten, die im Trentino im Zeitraum 2024-2032 im Rahmen des europäischen LIFE-Projekts NatConnect2030 geplant sind.

Veröffentlichungsdatum:

06.05.2024

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Dokumente

Beigefügte Anlagen

Atlante di 50 specie floristiche esotiche del Trentino (2015)

La pubblicazione presenta 50 tra le specie di piante superiori alloctone che creano o che
potranno creare impatti di vario genere in Trentino. Si tratta di specie che sono state introdotte dall'uomo, deliberatamente o accidentalmente, al di fuori dei loro ambiti di dispersione naturale.
Nella scelta delle specie, che sono quasi tutte naturalizzate (formano ormai popolamenti stabili), è stata data la priorità a quelle più diffuse sul territorio e/o con maggiori impatti sugli habitat protetti.

Le specie esotiche invasive: andamenti, impatti e possibili risposte

Le ragioni della normativa europea e nazionale sul fenomeno della diffusione delle specie aliene. La lista delle specie considerate come una minaccia per la conservazione della biodiversità nell’Unione Europea.

Zusatzinformationen

Verknüpfte Projekte

NatConnect2030

Natürliche Verbindungen für Natura2000 in Norditalien bis 2030.
Natürliche Verbindungen für Natura2000 in Norditalien bis 2030.

 

Englische Fassung

im Gang

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Letzte Änderung: 12.03.2026 18:04

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