Beschreibung
Nach dem Rückzug der Gletscher bildete sich wahrscheinlich ein Teich, der dann allmählich verlandete und sich zunächst in einen Sumpf und später in das heutige Torfmoor verwandelte.
Das Torfmoor wird durch Regenwasser und Schneeschmelze gespeist, während ein Entwässerungskanal in seinem südlichen Teil das Wasser in einen Bach ableitet, der in den Fluss Chiese fließt.
Es handelt sich um ein "Übergangsmoor", das sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung vom Tieflandmoor zum Hochmoor befindet.
Der Sattel, in dem sich das Moor befindet, bildete sich vor der Quartärvergletscherung, als sich die riesige Felsmasse, die heute den Monte Melino bildet, vom Hang des Pissola-Gipfels löste. Das kleine Tal befindet sich in der Nische, die durch die Ablösung entstanden ist.
Während der Eiszeit war das Gebiet vollständig von Gletschern bedeckt, deren Mächtigkeit mehr als 1.400 Meter betrug; mit ihrer Bewegung modellierten sie das Tal und hinterließen unverkennbare Spuren ihres Durchgangs, wie einige Moränenkreise, die von der zurückweichenden Eiszunge hinterlassen wurden.
Das Hochmoor ist eine in unseren Breitengraden ungewöhnliche Art von Torfmoor, das sich unter kalten und feuchten Bedingungen bildet. Das Vorhandensein von stehendem Wasser verhindert die normalen Oxidationsprozesse, so dass sich die abgestorbenen Teile der pflanzlichen Organismen nicht zersetzen, sondern sich langsam ansammeln und zu Torfablagerungen führen.
Im Naturschutzgebiet Boniprati ist die Dicke des Torfs mit bis zu 70 Zentimetern recht groß.
Das Torfmoor ist von großem naturalistischem Wert, da es Pflanzenarten von großem Interesse beherbergt.
In dieser Umgebung herrschen ganz besondere ökologische Bedingungen (ständiges Vorhandensein von Wasser, Säuregehalt des Bodens, Mangel an Mineralien), mit denen nur einige sehr spezialisierte Pflanzen zurechtkommen.
Die Vegetation des Hochmoores ist durch das Vorhandensein von Sphagnum (Sphagnum spp.) gekennzeichnet, speziellen Moosen, die so angeordnet sind, dass sie charakteristische Hügel bilden, die sich mit ständig feuchten Vertiefungen abwechseln. Im Torfmoor von Boniprati gibt es kleine Torfmooshügel und einige typische Arten der entstandenen Torfmoore, darunter die insektenfressende Pflanze Drosera rotundifolia.
Der Biotop umfasst auch Sumpfgebiete mit Großseggen (die Pflanzengesellschaften Caricetum elatae und Caricetum paniculatae) und Feuchtwiesen, Umgebungen von großem naturalistischem Interesse.
Der Biotop ist nicht besonders reich an Fauna, beherbergt jedoch einige bemerkenswerte Arten, wie den Bergfrosch (Rana temporaria), die Erdkröte (Bufo bufo) und die Ringelnatter (Natrix natrix).
Einrichtungen für den Besuch
- Besuchsweg
Veröffentlichungen
- Wanderführer (im Entwurf)
Studien
- Projekt zur naturwissenschaftlichen und katastermäßigen Definition