Beschreibung
Seit der Einrichtung des Biotops wurden wichtige ökologische Sanierungs- und Verbesserungsarbeiten durchgeführt, so dass der Ampola-See heute seinen ursprünglichen natürlichen Charakter zeigt und sein ökologisches Potenzial wiedererlangt hat.
Das Val d'Ampola ist ein enges Tal, besonders an dieser Stelle, und das Becken liegt daher zwischen den Berghängen der beiden Talseiten.
Der See, der mit einem großen Sumpfgebiet verbunden ist, ist gegenwärtig sehr flach (durchschnittliche Tiefe 1,3 m), was auch auf die relativ jungen Landgewinnungsversuche zurückzuführen ist. Sein Hauptmerkmal ist daher, dass es sich um ein Seebecken handelt, das ein sehr fortgeschrittenes Entwicklungsstadium erreicht hat, so dass die Menge an freiem Wasser nur noch sehr gering ist.
Die wichtigsten Maßnahmen zur Umweltsanierung und -verbesserung waren die Beseitigung einer unbefestigten Straße, die durch das Sumpfgebiet führte, die Isolierung einer Mülldeponie, die Neugestaltung des südlichen Ufers und die Umwandlung eines kleinen Gebäudes, das früher für Tourismus- und Erholungszwecke genutzt wurde, in ein Besucherzentrum.
Die Vegetationsaspekte des Schutzgebietes sind sehr interessant. Die Vegetation besteht aus einer Reihe von Vegetationsstrukturen und -verbänden, die mehr oder weniger konzentrisch angeordnet sind und Räume einnehmen, die mit zunehmender Entfernung vom See immer mehr vernässt werden.
An der Außenseite findet man die Feuchtwiesen des Molinieto (mit den Graminacea Moliniacoerulea), gefolgt von den Cariceti (mit verschiedenen krautigen Arten der Gattung Carex) und dem Schilfdickicht, das in einen trockeneren äußeren Teil und einen inneren, typischeren Teil unterschieden werden kann, in dem das Sumpfschilf (Phragmites australis), das am Boden wurzelt, direkt aus dem Wasser auftaucht.
Darauf folgt der Scirpeto, eine typische, aus dem Wasser aufsteigende Vegetation, die aus dem Lacustrine-Fischgrätengewächs (Schoenoplectus lacustris) besteht, das wiederum in den Lamineto übergeht (eine Vegetationsstruktur aus Pflanzen mit Schwimmblättern, die an der Wasseroberfläche eine grüne "Lamelle" bilden), die von den Nannifarians (Nuphar luteum) gebildet wird.
Dieser Reichtum an Vegetation ermöglicht es dem Naturschutzgebiet, sich abwechslungsreich und vielfältig zu präsentieren und eine sehr reiche Fauna zu beherbergen.
In den Gewässern des Sees leben verschiedene Fischarten, vor allem solche, die an sauerstoffarme Gewässer, wie die Teiche, gebunden sind.
Hunderte von Bergfröschen (Rana temporaria) und Erdkröten (Bufo bufo) versammeln sich im Frühjahr an den Ufern und in den Pfützen der Feuchtwiesen, um sich zu paaren und ihre Eier abzulegen, bevor sie in die umliegenden Wälder zurückkehren.
Der Reichtum an Fischen und Amphibien ist eine wertvolle Nahrungsquelle für die Ringelnatter (Natrix natrix), eine Schlange, die sehr an stehende Gewässer gebunden ist.
Von den zahlreichen Vogelarten, die im Biotop brüten, sind die interessantesten die Wasservögel: Die Stockente (Anas platyrhynchos), die Wasserralle (Rallus aquaticus), das Blässhuhn (Fulica atra) und das Teichhuhn (Gallinula chloropus) nisten ungestört in den Schilfgebieten, ebenso wie einige kleine Singvögel wie der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) und der Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus).
Einrichtungen für Besucher
- Besucherpfad
- vom Muse betriebenes Besucherzentrum
Veröffentlichungen
- Broschüre
- Routenführer (2)
Studien
- Projekt zur naturkundlichen und katastermäßigen Erfassung
- Periodische Überwachung der Avifauna
- Studien der wissenschaftlichen Kommission