Beschreibung
Der konstante und reichliche Wasserfluss, der aus dem Boden sprudelt und den Besucher in Erstaunen und Neugier versetzt, erklärt sich durch das Phänomen der Karstzirkulation, das für Kalksteinfelsen typisch ist und in der Bildung eines unterirdischen Wassernetzes zwischen den Gesteinsschichten besteht, das Regenwasser schluckt und es - oft über große Entfernungen - wieder an die Oberfläche bringt.
Das Wasser, das in Form von Quellen in die Talsohle fließt, kommt von der darüber liegenden weiten Hochebene des Tesino. Diese Quellen weisen einen konstanten Wasserfluss auf, der fast unabhängig von den Niederschlägen ist. In Trockenzeiten können sie das Wasserschwungrad nutzen, das durch die in den Tunneln zwischen den Gesteinsschichten eingeschlossenen Wassermassen gebildet wird, während in Regenzeiten das unterirdische Wassernetz das überschüssige Wasser über Quellen entsorgt, die an den Berghängen zutage treten und Wasserfälle und temporäre Wasserläufe entstehen lassen.
Bis vor wenigen Jahrzehnten wurde das Gebiet des Biotops in kleinen Parzellen bewirtschaftet, wovon noch der Verlauf und die Morphologie der durch das Gebiet fließenden Bäche zeugen, die fast alle begradigt und kanalisiert wurden. Auch die Katasterkarten aus dem letzten Jahrhundert bestätigen das Vorhandensein von Anbauflächen, auch wenn sie den Namen Palù tragen, was auf die ursprüngliche Physiognomie des Gebiets schließen lässt.
Mit der Aufgabe der landwirtschaftlichen Tätigkeit hat die Vegetation ein ausgesprochen natürliches Aussehen angenommen. Es handelt sich um eine sehr interessante und abwechslungsreiche Vegetation mit Feuchtwiesen in den weniger überschwemmten Bereichen, mit Schilfgürteln entlang des Hauptwasserlaufs und mit Wäldern in der Talsohle, die an den Ufern wachsen. Darüber hinaus ist die Vegetation, die das Flussbett bedeckt, die so genannte "Unterwasserwiese", wegen ihres Reichtums zu erwähnen.
Der Biotopbereich stellt ein wertvolles Refugium für die Fauna eines ansonsten fast vollständig bewachsenen Talbodens dar. Verschiedene interessante Vögel, die eng mit der aquatischen Umwelt verbunden sind, können hier beobachtet werden, wie das Teichhuhn (Gallinula chloropus), die Wasseramsel (Cinclus cinclus) und der Eisvogel (Alcedo atthis). Unter den Amphibien, die das Schutzgebiet bevölkern, ist der seltene Laubfrosch (Hyla intermedia), ein kleiner, hellgrüner "Frosch", erwähnenswert.
In den Gewässern der Resenzuola-Quelle leben auch verschiedene wertvolle Fischarten, darunter die Bachforelle (Salmo trutta fario), die marmorierte Forelle (Salmo trutta marmoratus), die Groppe (Cottus gobio), die Äsche (Thymallus thymallus) und das äußerst seltene Poebene-Neunauge (Lethenteron zanandreai).
Studien
- Projekt zur naturkundlichen und katastermäßigen Erfassung
- Untersuchung der Fauna
- Regelmäßige Überwachung der Avifauna