Beschreibung
Der Ursprung von Palù di Borghetto geht auf die Zeit nach der letzten Eiszeit zurück und ist mit ziemlicher Sicherheit das Überbleibsel eines Abschnitts des Flusslaufs der Etsch, der einst am östlichen Rand des Tals entlang floss.
Die alte Kurve wurde kontinuierlich urbar gemacht, was nicht nur zu einer Verringerung der Fläche, sondern auch zu der heutigen engen geometrischen Form zwischen den Feldern geführt hat, sowie zu einer Reihe von künstlichen Gräben, die zur Entwässerung angelegt wurden und später zur Wasserentnahme für Bewässerungszwecke dienten.
Die Vegetation des Biotops besteht aus einem ausgedehnten Seggen-Dickicht der Spondicola-Segge (Carex elata), einer mehrjährigen krautigen Pflanze, die kreisförmige, robuste und kompakte Büschel bildet, die mehr als einen halben Meter hoch sind und deren Wurzeln in das Wasser eintauchen. Das Seggenbeet ist stark von Sumpfschilf (Phragmites australis) überwuchert.
In Bereichen mit mehr stehendem Wasser, z. B. in der Nähe von künstlichen Kanälen, wachsen interessante Sumpfpflanzen, wie z. B. der Steinknöterich (Sparganium erectum), Tife (Typha latifolia und T. angustifolia), das Seegras (Schoenoplectus lacustris) und die Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus), eine schöne, für Sümpfe typische Schwertlilie.
Die wahre Kostbarkeit des Biotops ist jedoch seine Fauna.
Nach neueren Studien über Wasserinsekten sticht die Gruppe der Wasserkäfer hervor, die in Borghetto mit nicht weniger als achtundzwanzig Arten vertreten sind, von denen zwei, Hydroporus dorsalis und Hydroporus springeri, in ganz Italien selten sind und nur hier im gesamten Trentino vorkommen.
Wasserkäfer reagieren sehr empfindlich auf Verschmutzungen, so dass man angesichts der hier vorhandenen Population dieser Insekten feststellen kann, dass die ökologische Situation im Biotop Palù di Borghetto noch gut ist.
Ähnlich interessant ist die Situation bei den Wirbeltieren. Nicht weniger als 6 Amphibienarten brüten in dem Naturschutzgebiet, was fast einen Rekord für Feuchtgebiete in der gesamten Provinz darstellt.
Nicht zu vergessen ist auch das Vorkommen verschiedener brütender Wasservogelarten, wie Stockente (Anas platyrhynchos), Teichhuhn (Gallinula chloropus) und Teichrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus).
Veröffentlichungen
- Projekt zum Schutz und zur Aufwertung
Studien
- Projekt zur naturkundlichen und katastermäßigen Erfassung
- periodische Überwachung der Avifauna
- Periodische Überwachung der Amphibien
- Studien der wissenschaftlichen Kommission
Interventionen zur Aufwertung
- Projekt Némos