Beschreibung
Seine Entstehung ist, wie die vieler anderer Feuchtgebiete im Cembra-Tal, mit der Moränendecke verbunden, die den Boden der Senke bedeckt, in der es liegt. Das Moränenmaterial hat die Verlangsamung der kleinen Bäche und Quellen begünstigt, die dort hineinfließen, und so zur Bildung eines kleinen Sees geführt, der nach und nach überschwemmt wurde und sich in das heutige Torfmoor verwandelt hat.
Was die Vegetation anbelangt, so haben einige Untersuchungen interessante Aussagen über die Dynamik der Vegetation ermöglicht.
Über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren hat das Moor eine tiefgreifende Entwicklung durchgemacht, die zur fortschreitenden Verlandung einiger Teiche geführt hat, die einst in diesem Gebiet vorhanden waren. Dies ist vor allem auf die Invasion des Sumpfschilfs (Phragmites australis) zurückzuführen, das heute die gesamte Oberfläche des Torfmoores einnimmt, mit Ausnahme der von der Wiese erworbenen Randbereiche.
Der Rückgang der freien Wasserflächen hat zum Verschwinden oder zur Verarmung der Pflanzen geführt, die in den am engsten mit dem Wasser verbundenen Bereichen wachsen, während sich andere für Torfgebiete charakteristische Pflanzen ausgebreitet haben. Auch der Bestand an Schwarzerlen (Alnus glutinosa) ist heute üppiger als früher.
Das Biotop ist auch im Hinblick auf die Fauna von großem wissenschaftlichen Interesse.
Vor allem die wirbellosen Arten sind zahlreich und einige von ihnen sind für Italien selten. Eine der hier gefundenen Wasserkäferarten, Agabus lagabrunensis, wurde sogar nach dem Torfmoor benannt, aus dem die meisten der von den Wissenschaftlern gesammelten Exemplare stammten. Für mehrere wirbellose Arten ist das Lagabruner Moor also eine der wenigen provinziellen oder sogar nationalen Stationen, an denen sie noch leben.
Auch für zahlreiche Wirbeltierarten, die sowohl mit der Sumpfvegetation als auch mit den umliegenden Heuwiesen und Wäldern assoziiert sind, stellt das Biotop ein optimales Umfeld dar.
Studien
- Projekt zur naturkundlichen und katastermäßigen Erfassung