Beschreibung
Das Schutzgebiet umfasst den Bach zwischen seiner Einmündung in die Rocchetta-Schlucht und dem Bahnhof von Denno.
Die Entstehung des Biotops ist komplex und offensichtlich auf die Wirkung von Wasserläufen zurückzuführen, aber die heutige Gestaltung des Gebiets ist auch auf menschliche Eingriffe zurückzuführen.
Im Jahr 1922 wurde der Flusslauf des Noce mit einem kleinen Damm am Anfang der Rocchetta-Schlucht künstlich aufgestaut, wodurch ein kleiner See entstand. Infolge dieses Staudamms stieg der Wasserspiegel flussaufwärts an, und der Flusslauf des Noce verbreiterte sich zu einem langgestreckten, flachen Becken, das als "Lago della Rocchetta" bekannt ist, das jedoch im Laufe der Zeit durch Anschwemmungen aus den Wasserläufen und durch in den Randbereichen des Sees abgelagertes Inertmaterial teilweise aufgefüllt wurde.
In diesem Gebiet wird die Strömung des Torrente Noce durch die geringe Tiefe des Tals stark gebremst, was die Ablagerung von wassergebundenem Material erleichtert. So fließt der Bach ab der Höhe von Denno Stazione über sein eigenes Schwemmland, zu dem noch das Schwemmland der Nebenflüsse hinzukommt, darunter der T. Lovernatico und der T. Sporeggio am rechten Ufer und der T. Rinassico am linken Ufer. Diese Zuflüsse tragen in erheblichem Maße zur Wasserversorgung des Biotops bei, und tatsächlich ist dieser Talboden sehr wasserreich.
Das charakteristischste Vegetationselement im Schutzgebiet sind die Uferwaldstreifen mit Weiden (vor allem Salix alba) und Erlen (Alnus incana und Alnus glutinosa); sie bilden Streifen am Rande des Wasserlaufs, die manchmal sehr dünn, aber insgesamt gut erhalten sind. Eine üppige krautige und strauchartige Ufervegetation verleiht diesen Dickichten ein "wildes" Aussehen, macht sie schwer durchquerbar und erfüllt somit eine wertvolle "Filterfunktion" gegen Störungen.
Im Gebiet der Rocchetta hat das Vorhandensein von halb stehenden Gewässern die Entwicklung des Wasserschilfs (Phragmites australis) begünstigt, das dichte Schilfdickichte bildet.
Die günstige Lage des Naturschutzgebiets in der Talsohle und seine relativ ruhige Lage sowie das Vorhandensein von Fließgewässern machen es für die Tierwelt besonders attraktiv.
Zahlreiche Fisch-, Amphibien- und Reptilienarten finden in dem Schutzgebiet geeignete Mikroumgebungen zum Überleben und zur Fortpflanzung.
Die Liste der Vogelarten, die hier nisten, ist sehr lang und umfasst auch ungewöhnliche Wasserbewohner: Stockente (Anas platyrhynchos), Teichhuhn (Gallinula chloropus), Blässhuhn (Fulica atra), Eisvogel (Alcedo atthis), Wasseramsel (Cinclus cinclus), Sumpfrohrsänger (Cettia cetti) und Grünlaubsänger (Acrocephalus scirpaceus).
Nicht zu vergessen ist auch die Rolle des Biotops als Rast-, Zufluchts- und Nahrungsgebiet für Vögel auf ihren Wanderungen.
Als Beweis für den guten Zustand des Gebiets ist schließlich das Vorkommen von Säugetieren zu nennen, die sehr empfindlich auf menschliche Störungen reagieren, wie der Dachs (Meles meles) und der Hirsch (Cervus elaphus).
Einrichtungen für Besucher
- Besucherpfad