Beschreibung
Dieses Gebiet ist aus naturwissenschaftlicher Sicht sehr interessant, da die Degradationserscheinungen, die durch die übertriebene Ausbeutung des Bodens in der Vergangenheit entstanden sind, durch eine jahrzehntelange, umsichtige Bewirtschaftung der Weideflächen wieder ausgeglichen werden konnten.
Die Flora ist besonders reich, darunter auch seltene Arten, und die Fauna ist vielfältig, mit wachsenden Populationen. Die Malga Campobrun im mittleren oberen Teil des Reservats wird regelmäßig beweidet.
Es wird von der Provinzbehörde für Staatswälder verwaltet, die für die Planung, Programmierung und Durchführung der Maßnahmen zuständig ist.
Die Umgebung ist geprägt von steilen Tälern, die von schroffen Felsen und Kalksteinvorsprüngen unterbrochen werden und im oberen Teil in weite Weideflächen übergehen. Das Vorhandensein zahlreicher Berghütten ermöglicht das Begehen aller Hänge und den Zugang zu den wichtigsten Gipfeln.
In den tieferen Lagen hat sich der Wald mit Buchen, Weißtannen, Fichten und Lärchen angesiedelt, der erst auf etwa 1600 m Höhe aufhört.
Weiden, Hochweiden und Mugo-Dickichte machen etwa zwei Drittel des geschützten Gebiets aus und beherbergen eine Reihe von Artefakten, darunter die Malga Campobrun, die noch immer montiert ist.
Die Vegetation besteht aus großflächigen Mugo-Dickichten, Wacholder und Rhododendren, einem idealen Terrain für die Fortpflanzung und das Wachstum von Salmlern und Zugvögeln.
Die typisch alpine Flora mit besonders interessanten Pflanzengesellschaften wie dem Berg Raponzolo und der Pianella della Madonna bietet den Weidetieren im Sommer ein reichhaltiges und besonderes Futter, das zu Milchprodukten von hervorragender Qualität führt.
Die Fauna ist besonders zahlreich, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Arten als auch auf die Anwesenheit der Tiere: die Jagd im Reservat ist seit Jahrzehnten strengstens verboten, was die Anwesenheit von edlen Tieren wie Gämsen, Birkhühnern und Steinhühnern begünstigt hat. Entlang der Pfade, die die Wiesen durchqueren, kann man Dutzende von Murmeltieren und ihre Höhlen bis hin zur Malga Campobrun bewundern.
Geschichte
Der Name erscheint zum ersten Mal 1203 als Campo Pruno, dann 1525 als Campo Bruno mit der Angabe der Farbe. Andere Quellen verweisen auf den deutschen Namen Brunnen, also auf einen Ort, der sich durch das Vorhandensein von Wasser auszeichnet, das heute sehr selten und saisonal ist.
Das 1971 als geführtes Naturreservat eingerichtete Gebiet ist das Ergebnis langer und sorgfältiger Waldsanierungsarbeiten, die nach dem historischen Hochwasser von 1882 begannen. Um die voralpinen Täler und insbesondere die Stadt Verona vor weiteren Schäden zu bewahren, kaufte der Forstausschuss der Provinz Verona zwischen 1894 und 1897 große Flächen auf, um sie sorgfältig und mit Bedacht wieder aufzuforsten. Es wurden Wehre und Dämme zur Wasserregulierung gebaut und 1901 die Baumschule "Turcato" gegründet, die über 50 Jahre lang alle notwendigen Setzlinge für die groß angelegte Aufforstung des Revolto-Tals lieferte. Das Straßennetz wurde dann durch die Schaffung von Wegen, Saumpfaden und später, während des Krieges, durch den Bau der Straße, die noch heute das Dorf Giazza mit der Scalorbi-Hütte im Herzen des Reservats verbindet, instand gehalten.
Ein Teil des Waldes von Giazza (429 Hektar) war zwar Eigentum des italienischen Staates, blieb aber unter österreichischer Hoheit, da er zur Gemeinde Ala gehörte, die ihn 1897 an die Forstverwaltung von Verona verkaufte. Die Besiedlung des Gebiets wurde bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fortgesetzt.
Später, im Jahr 1951, dem Jahr der Gründung der Sonderstatut-Region Trentino-Südtirol, wurden die Staatswälder und damit auch der 429 Hektar große Teil des Waldes in der Gemeinde Ala vom Staatlichen Forstamt in das Regionale Staatsgut und von dort in das Provinzgut von Trient überführt, das seither für das Gebiet zuständig ist, das 1971 zum geführten Naturpark Campobrun und nach dem Gesetz Nr. 11 vom Mai 2007 zum Provinznaturpark wurde.