Beschreibung
Der massive Zufluss von kaltem Wasser in den Toblino-See - seit 1951, als das nahegelegene Wasserkraftwerk Santa Massenza in Betrieb genommen wurde, in das das kalte, schlammreiche Wasser aus den Becken von Molveno und Ponte Pià durch Druckrohrleitungen fließt - hat zu einer Abnahme der Wassertemperatur und der Transparenz und zu einem Wechsel von einer intensiven grünen Farbe zu einer milchigen Farbe geführt, während die Sedimentation des schlammigen Materials eine langsame, aber fortschreitende Abnahme der Tiefe des Sees bewirkt.
Das milde Klima ermöglicht das Vorhandensein einer submediterranen Pflanzenlandschaft, in der sich laubabwerfende, wärmeliebende Dickichte (mit Flaumeiche Quercus pubescens, Hopfenbuche Ostrya carpinifolia und Blumenesche Fraxinus ornus) mit dichten Steineichen (Quercus ilex) abwechseln, einer Eiche, die typisch für heiße und trockene mediterrane Gebiete ist.
Einige Arten, wie der Lorbeer (Laurus nobilis), erreichen hier die nördliche Grenze ihres Verbreitungsgebiets, was dem Toblino-Becken einen erheblichen phytogeografischen Wert verleiht.
Typische mediterrane Kulturpflanzen wie Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Erdbeerbaum (Arbutus unedo), Zitronenbaum (Citrus limon) und Olivenbaum (Olea europaea) tragen in der Umgebung des Sees ebenfalls Früchte.
Die Sumpf- und Seevegetation ist nur spärlich vertreten und im nördlichen Teil des Sees aufgrund des massiven Zuflusses von kaltem Wasser aus dem See Santa Massenza verarmt.
Die große Vielfalt an Lebensräumen im Biotop spiegelt sich in der Fauna wider und führt zu einer bemerkenswerten Reichhaltigkeit und Vielfalt.
Der See beherbergt eine reiche und vielfältige Fischfauna und ist ein wichtiges Brutgebiet für zahlreiche Wasservogelarten, die in den Schilfgebieten entlang der Ufer Zuflucht und Nistplätze finden, wie die Flussnachtigall (Cettia cetti), die Stockente (Anas platyrhynchos), das Teichhuhn (Gallinula chloropus), das Blässhuhn (Fulica atra) und der seltene Haubentaucher (Podiceps cristatus). Sogar der Graureiher (Ardea cinerea) hat auf der kleinen, ruhigen Insel gegenüber dem Schloss genistet und im Laufe der Jahre eine auffällige Brutkolonie gebildet.
Zahlreiche Vogelarten nutzen den See als Überwinterungs- oder Rastplatz während des Vogelzugs, auch weil sein Wasser nur selten vollständig zufriert.
Eine reiche und vielfältige Wirbeltierfauna findet in der dichten und üppigen Vegetation der den See umgebenden Hänge ebenfalls Zuflucht und Nahrung.
Besuchsmöglichkeiten
- Besuchsweg