Beschreibung
Diese Zirbelkiefergruppe hat keinen Kontakt zu anderen Beständen in der Provinz und ist höchstwahrscheinlich ein botanisches Relikt, d. h. ein Beweis für einen einst viel größeren Zirbenbestand.
Die Zirbelkiefer ist Teil eines Baumbestands, der hauptsächlich von der Lärche (Larix decidua) geprägt ist und in dem auch Fichten (Picea excelsa) und seltener Betula verrucosa und Sorbus aucuparia vorkommen.
In der Strauchschicht gibt es große, verstreute Gruppen von Bergkiefern (Pinus mugo) und große, lokalisierte Bestände von Grünerlen (Alnus viridis). Außerdem findet man Wacholder (Juniperus communis) in mehr oder weniger großen Gruppen, Rhododendron (Rhododendron ferrugineum und in geringerem Maße auch R. hirsutum), Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) und seltener Vaccinium vitis-idaea und V. uliginosum.
Auch die charakteristischen Bergweiden sind zu finden: Salix retusa, Salix appendicualta, Salix waldsteiniana.
Das Hauptproblem des Zirbenbestandes ist der offensichtliche Mangel an Individuen. Tatsächlich gibt es nur einige Dutzend Zirbelkiefern, die sich vor allem auf die Nordhänge des Col Santo und des Col Santino konzentrieren.
Diese wurden zum Teil während des Ersten Weltkriegs vor der Nutzung gerettet, zum Teil stammen sie aus den damaligen Keimzellen der Verjüngung.
Diese Situation hat die Ausbreitung der Lärche begünstigt, was die Wiederausbreitung der Zirbelkiefer eher behindert, da sie sich in einem Zustand der Überlegenheit befindet.