Beschreibung
In der Vergangenheit schlängelten sich die Wasserläufe entlang des breiten Talbodens und bildeten Mäander und Feuchtgebiete verschiedener Art. Diese durch eine üppige Vegetation gekennzeichneten Lebensräume boten zahlreichen Tierarten, von denen viele heute verschwunden sind, einen Lebensraum zum Rasten, Überwintern und Fortpflanzen.
Die Entstehung des Biotops ist auf die im letzten Jahrhundert von der österreichisch-ungarischen Staatsverwaltung durchgeführten Wasserbauarbeiten zurückzuführen: Der Lauf des Wildbachs Noce, der einst auf der Höhe der Siedlung San Michele in die Etsch mündete, wurde südlich der Siedlung Mezzolombardo durch ein neues, etwa 7 km langes und vollständig mit Steinen bedecktes Flussbett umgeleitet.
Bei einem Hochwasser im Jahr 1926 brach der Noce über sein rechtes Ufer aus und floss in das neue Bett, das parallel zum künstlichen Bett verlief und in dem er noch heute fließt.
Das Naturschutzgebiet besteht aus verschiedenen Umgebungen mit unterschiedlichen Bedingungen für die Tier- und Pflanzenwelt:
- den Wasserlauf mit weiten Bögen, Mäandern, Tümpeln und Wasserflächen
- die Ufer, die von der Landschaft und der Ufervegetation mit Weiden (Salix, mehrere Arten) und Pappeln (Populus, mehrere Arten) geprägt sind.
In einem Abschnitt des Talbodens, in dem eine Ufervegetation des hier vertretenen Typs sehr selten ist, stellt das Biotop eine Art kleinen "Flusspark" für die Fauna dar.
Der hohe naturkundliche Wert dieses Bachabschnitts zeigt sich vor allem in der Fischpopulation, die durch verschiedene Arten vertreten ist, von denen einige im Trentino durch die Veränderung der Wasserläufe selten geworden sind. Entlang des Baches nisten typische Feuchtgebietsvögel wie die Stockente (Anas platyrhynchos), der Eisvogel (Alcedo atthis), die Flussnachtigall (Cettia cetti) und Ufervögel wie der kleine Pirogge (Actitis hypoleucos). Außerdem machen hier zahlreiche interessante Vogelarten während des Zugs und im Winter Station.
Die Uferwaldstreifen werden von verschiedenen Amphibien, Vögeln und Säugetieren aufgesucht, die hier einen sicheren Unterschlupf und reiche Nahrungsmöglichkeiten finden. Das Vorhandensein von Felswänden und offenen Bereichen, die sich für die Jagd eignen, begünstigt die Anwesenheit sowohl von tagaktiven als auch von nachtaktiven Raubvögeln, wie dem seltenen Wanderfalken (Falco peregrinus) und dem Uhu (Bubo bubo).
Besuchsmöglichkeiten
- Besuchsweg
Untersuchungen
- Überwachung der Ichthyofauna
- Projekt zur naturwissenschaftlichen und katastermäßigen Erfassung
- Untersuchung der Fauna
- Periodische Überwachung der Avifauna
- Überwachung der biologischen Entwicklung des ehemaligen Flussbettes
- Überwachung der Phyto-Reinigung der Lagune