Beschreibung
Das Moor von Fiavé entstand durch die Auffüllung eines bereits bestehenden Sees, der wiederum am Ende der letzten Phase der Würm-Eiszeit durch einen Moränendamm gebildet wurde. Der See war ursprünglich mehr als 20 m tief und sogar größer als das heutige Moorbecken.
Hier wurden die bekannten Pfahlbausiedlungen gefunden, die dem Gebiet den Status einer archäologischen Station von internationaler Bedeutung verleihen, die zum UNESCO-Welterbe der Pfahlbaustätten gehört. Die Pfahlbausiedlungen, die besonders umfangreich sind, befanden sich an den Ufern und auf einer Insel dieses alten Beckens.
Der lange Prozess der Anhäufung abgestorbener Pflanzenreste führte zu einer mächtigen Torfablagerung. Der Torf wurde ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis fast in die Gegenwart mit industriellen oder handwerklichen Techniken abgebaut: Um die Arbeiten zu erleichtern, wurden verschiedene Landgewinnungsmaßnahmen durchgeführt, die zum Verschwinden des Sees führten, der noch in der ersten Hälfte des 19.
Der Torfabbau hat die Umgebung des Torfmoores tiefgreifend geprägt und eine Reihe von Ausgrabungen hinterlassen, die heute von Kanälen und Teichen genutzt werden.
Die Vegetation des Naturschutzgebietes ist sehr interessant und außerordentlich vielfältig. In Abhängigkeit von den wechselnden Bedingungen des Geländes gibt es eine große Anzahl verschiedener Pflanzengesellschaften, von denen einige sehr selten sind.
Die Sumpfvegetation mit Schilf und Sümpfen mit Großseggen (Caricetum elatae und Caricetum rostratae) wechselt sich ab mit niedrigen Torfmooren, Feuchtwiesen und sumpfigen Hainen aus Eschenweide (Salix cinerea) und Frangula alnus; Seerosen (Nymphaea alba) sind in fast allen Teichen zu finden.
Die große Vielfalt des Biotops spiegelt sich in der Fauna wider und führt zu einer bemerkenswerten Reichhaltigkeit und Vielfalt.
Das Torfmoor von Fiavé ist eine wichtige Brutstätte für verschiedene Amphibien, darunter die Erdkröte (Bufo bufo), der Grünfrosch (Rana sinkl. esculenta) und der Bergfrosch (Rana temporaria).
Die nistenden Arten der Wasserfauna sind zahlreich; Zu den interessantesten gehören die Stockente (Anas platyrhynchos), das Teichhuhn (Gallinula choropus), das Blässhuhn (Fulica atra), die Bachstelze (Motacilla flava) der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus), der Teichrohrsänger (Acrocephalus palustris), der Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) und die Rohrammer (Emberiza schoeniclus).
Besuchsmöglichkeiten
- Besuchsweg