Beschreibung
Der 1605 Meter hoch gelegene Calaita ist ein natürlicher See, der durch einen Moränenstau entstanden ist.
Der Wasserstand ist nicht konstant, was die Besonderheit des Sees ausmacht, nämlich den Schlammstreifen, der periodisch überflutet wird.
Die seltensten und interessantesten Pflanzenarten des Gebiets sind mit dieser besonderen Umgebung verbunden. Die Tatsache, dass die meisten von ihnen seit Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt sind, zeigt, dass die Instabilität des Wasserspiegels ein altes Phänomen ist.
Am Westufer ist zum Beispiel der seltene Hahnenfuß (Ranunculus reptans) recht häufig, eine Art, die sich in dem periodisch vom Wasser überfluteten Streifen ansiedelt und die vom Aussterben bedroht wäre, wenn - wie immer wieder vorgeschlagen wurde - der Seespiegel durch künstliche Eingriffe stabilisiert würde. Wertvoll ist auch das auffällige Vorkommen von Sparganium emersum, vielleicht die einzige Art im Trentino.
Polygonum amphibium hat hier wahrscheinlich das einzige Vorkommen im gesamten Primiero-Vanoi-Gebiet, ebenso wie das sporadische und seltene Gnaphalium uliginosum. Auf Torf und in schlammigen Bereichen können wir Potentilla palustris und Rorippa islandica finden.
Neben verschiedenen Seggenarten finden wir auch ein seltenes Gras, Alopecurus aequalis, eine Distel(Cirsium palustre) und verschiedene Potentillas und Butterblumen. In der Umgebung zeigt sich in der Blütezeit die typische Flora der Feuchtwiesen und -weiden in allen Farben.