Beschreibung
Die kleinen Seen befinden sich auf der Höhe des kleineren Sees (1909 m) und des südlichen Sees (1922 m), nicht weit von der Colbricon-Hütte entfernt. Diese Teiche sind von Zwergsträuchern, Rhododendren und Wacholder umgeben. Von hier aus kann man den gegenüberliegenden Colbricon-Gipfel sehen, ein Gebiet, das zwischen 1915 und 1918 Kriegsschauplatz zwischen Italienern und Österreichern war.
Jüngste geomorphologische Untersuchungen haben es ermöglicht, die Entstehung der Seen als Folge struktureller tektonischer Prozesse zu interpretieren und damit frühere Hypothesen zu widerlegen, die sie als Seen eiszeitlichen Ursprungs ansahen.
Die Colbricon-Seen sind auch aus archäologischer Sicht ein interessantes Gebiet. An den Ufern der Seen wurden bedeutende Funde aus dem Mesolithikum gemacht, die auf eine Siedlung von Jägern hinweisen, die Feuerstein bearbeiteten, um verschiedene Gegenstände für die Jagd und den täglichen Gebrauch herzustellen.