Beschreibung
Die ARGE ALP, Arbeitsgemeinschaft der Alpenregionen, wurde am 12. Oktober 1972 in Mösern, Tirol, mit dem Ziel gegründet, zur Lösung gemeinsamer Probleme mehrerer Alpenregionen in gutnachbarschaftlicher und partnerschaftlicher Beziehung beizutragen. Sie besteht derzeit aus den folgenden Mitgliedern Länder Vorarlberg, Tirol und Salzburg (Österreich); Freistaat Bayern (Deutschland); Autonome Provinz Trient, Autonome Provinz Bozen und Region Lombardei (Italien); Kantone Graubünden, St. Gallen und Tessin (Schweiz).
Wie in der Gemeinschaftssatzung vorgesehen, wechseln sich die Mitgliedsländer der ARGE ALP jedes Jahr in alphabetischer Reihenfolge mit dem Vorsitz ab. Am 25. Oktober 2024 geht der Vorsitz der ARGE ALP vom Kanton Tessin auf die Autonome Provinz Trient über. Die Provinz war somit bis zur Übergabe des Vorsitzes an das Land Vorarlberg, die anlässlich der 56. Konferenz der Regierungschefs am 24. Oktober 2025 in Trient stattfand, für die Planung, Organisation und Verwaltung der institutionellen Aktivitäten der Gemeinschaft zuständig.
Konferenz der Regierungschefs am 24. Oktober 2025 in Trient stattfindet. Das Programm der Trienter Präsidentschaft war darauf ausgerichtet, den zahlreichen laufenden Aktivitäten und Projekten Kontinuität zu verleihen und insbesondere das Thema "Junge Menschen und Berge: Lebens-, Arbeits- und Geschäftsprojekte. Erfahrungen der Resilienz".
Der Arge Alp 2025 Award selbst richtete sich an junge Menschen in den Bergen, um auf die Besonderheiten unserer Gebiete aufmerksam zu machen und innovative und nachahmenswerte Ideen auszuzeichnen, die jungen Menschen neue berufliche Perspektiven in den Alpenregionen bieten.
Eine der vom Trentino vorgeschlagenen Resolutionen, die von der Konferenz der Regierungschefs am 24. Oktober 2025 angenommen wurde, befasst sich ebenfalls mit demselben Thema. Unter dem Titel "Die Jugend und die Berge: Politiken für eine aufsteigende Zukunft" wird das Problem der Entvölkerung und der demografischen Krise angesprochen und eine innovative Vision vorgeschlagen, in der die Berge als Chance und nicht als Einschränkung gesehen werden. Die Arbeitsgemeinschaft verpflichtet sich, integrierte Politiken zu entwickeln, um die Berggebiete attraktiver zu machen, indem sie in verbesserte territoriale Dienstleistungen (Mobilität, Digitalisierung, Gesundheit, Wohnungspolitik), in die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen (Forschungszentren, Coworking, hybride Ausbildung) und in die aktive Beteiligung der neuen Generationen an Entscheidungsprozessen investiert.
Der zweite Entschließungsantrag befasst sich mit dem grenzüberschreitenden Management von Großraubtieren. Im Mittelpunkt des angenommenen Dokuments steht die Notwendigkeit eines harmonisierten Managements großer alpiner Raubtiere (Wolf, Bär, Luchs) und die Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der Überwachung und dem Notfallmanagement. Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen der Erhaltung der Arten, dem Schutz der traditionellen Viehzucht und der öffentlichen Sicherheit herzustellen, das flexible Ansätze mit der Möglichkeit gezielter Eingriffe ermöglicht.
Als Provinz Trient haben wir uns auch mit dem präventiven Management von Naturgefahren und Katastrophen befasst, um die notwendigen Maßnahmen zum Schutz unserer Gemeinden bestmöglich umsetzen zu können.