Beschreibung
Im Auftrag der Konferenz der Regierungschefs hat die ARGE ALP beim Schweizer Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS zwei Studien zum ThemaEnergieversorgung in alpinen Grenzregionen in Auftrag gegeben.
In der ersten Studie mit dem Schwerpunkt"Energiesolidarität" wurden die Vorteile der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und die bestehenden Hindernisse aufgezeigt.
Der Bericht untersucht die Rolle der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Europa im Rahmen von vier Handlungsfeldern:
- Harmonisierung der Energiepolitik
- Integration der Strommärkte
- Zusammenarbeit bei der Gasversorgung
- Zusammenarbeit in Grenzregionen
Für jedes Handlungsfeld hebt der Bericht die Vorteile der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit hervor, wie "effizientere Verteilung und Kosteneinsparungen", "erhöhte Versorgungssicherheit", "Forschung und Innovation" und "Synergien zwischen Grenzregionen". Bestehende Hindernisse wie "nationale Interessen", "Regulierung von Pfadabhängigkeiten", "unterschiedliche Technologiepräferenzen" und "verfügbare Infrastruktur" erschweren die Realisierung der oben genannten Vorteile der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Aufgrund dieser Hindernisse stellen die Autoren mehrere Forderungen an die Nationalstaaten und die Europäische Union (EU), die im Bericht zusammengefasst sind.
Die zweite INFRAS-Studie vergleicht die Energiepläne und -strategien der verschiedenen Grenzgebiete und zeigt Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit im Falle von Energieengpässen auf. Neben allen ARGE ALP-Gebieten hat auch das Fürstentum Liechtenstein an der Studie teilgenommen.
Die Studie konzentriert sich auf drei Schwerpunktthemen
- Analyse und Vergleich der aktuellen Energiepläne und -strategien der 10 ARGE ALP-Regionen (Feststellung von Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Widersprüchen und inwieweit sind die Energiepläne bereits auf die Zukunft vorbereitet: Welche konkreten Maßnahmen werden ergriffen, um das Ziel der "Klimaneutralität" zu erreichen? Was wird getan, um die Sicherheit der Stromversorgung zu gewährleisten)?
- Analyse der regulatorischen und technischen Voraussetzungen und Hindernisse für die Verbesserung der grenzüberschreitenden Energieversorgung
- Eingehende Analyse der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Falle von Energieengpässen.
Die Autonome Provinz Trient hat über die zuständige Energiestruktur aktiv an der Durchführung der Studien mitgewirkt:
Provinzialagentur für Wasserressourcen und Energie (aprie)
Büro für Studien und Planung der Energieressourcen, Direktorin: Sara Verones.