Die Autonome Provinz Trient ist federführend bei einem neuen Projekt der Arbeitsgemeinschaft Arge Alp, das ab Januar 2026 das Bewusstsein der Bevölkerung für das Verhalten bei Hochwasserrisiken schärfen soll. Die von der Abteilung für Katastrophenschutz, Wälder und Fauna der Autonomen Provinz Trient entwickelte Initiative hat bereits die vorläufige Zustimmung des Lenkungsausschusses der Arbeitsgemeinschaft Alpen erhalten und wird bei der Konferenz der Regierungschefs der Arge Alp am 24. Oktober in Trient endgültig ratifiziert werden.
Die Idee hinter dem Projekt entspringt dem Bewusstsein, dass Schutzbauten allein - z.B. Dämme, Wehre, Lawinenverbauungen - hydrogeologische Risiken nicht beseitigen können. Technik und Infrastrukturen reichen nämlich nicht aus, um Sicherheit zu gewährleisten, wenn riskantes individuelles Verhalten schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann. Daher ist es wichtig, in eine klare und gemeinsame Kommunikation zu investieren, die den Bürgern hilft, die Risiken zu verstehen und in Notsituationen verantwortungsbewusst zu reagieren. "Wir können uns nur dann vor hydrogeologischen Risiken schützen, wenn jeder Einzelne von uns aktiv am Präventionsprozess teilnimmt", betont Projektkoordinator Stefano Fait, Generaldirektor der Abteilung für Zivilschutz, Forstwirtschaft und Fauna (PAT), und fügt hinzu: "Mit dieser Initiative wollen wir ein neues Bewusstsein schaffen und Bürger und Institutionen in einen Prozess einbinden, der die Sicherheit und die Verantwortung der gesamten Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt.
Veröffentlichungsdatum: 30.09.2025