Es gilt, neue Lösungen zu finden, um ein Gleichgewicht zwischen Umweltschutz und dem weiteren Ausbau des Verkehrsweges für Güter und Personen herzustellen. Dies war der Kernpunkt des institutionellen Treffens in Wien zwischen Außenminister Alexander Schallenberg und Provinzpräsident Maurizio Fugatti in Begleitung des italienischen Botschafters Stefano Beltrame. Um dieses Problem anzugehen, schlugen die beiden Gesprächspartner eine Konfrontation zwischen Trentino, Südtirol, Tirol und Bayern vor, um das Problem umzukehren und Lösungsansätze zu finden. Der österreichische Vertreter erklärte, dass er sich sehr für das Modell der A22 interessiere, das in Trient und Bozen im Rahmen des Systems der Verkehrsdigitalisierung entwickelt wurde und das auch auf eine Selektion des Verkehrs durch die Anwendung differenzierter Mautgebühren sowohl nach der Umweltklasse der Fahrzeuge, wobei die am wenigsten umweltschädlichen bevorzugt werden, als auch nach der Anzahl der durchfahrenden Lkw abzielt. Je höher die Emissionen, desto höher die Maut und umgekehrt. Außerdem ist die Maut höher, wenn an einem bestimmten Tag mehr Lkw-Fahrer die Autobahn benutzen. Um Staus und damit höhere Kosten zu vermeiden, sollen die Spediteure daher selbst entscheiden können, wann sie ihre Fahrt antreten und buchen.
"Das Treffen mit Minister Schallenberg war sehr fruchtbar, konkret und herzlich", sagte Fugatti: "Die Diskussion hat bestätigt, wie wichtig und notwendig es ist, eine gemeinsame Strategie für die vollständige Entwicklung des Brennerkorridors zu entwickeln, eine strategische Arbeit, die die Nachhaltigkeit für die Mobilität der Zukunft und die weitere Wettbewerbsfähigkeit für die betroffenen Gebiete des Alpenbogens sicherstellt.
Veröffentlichungsdatum: 28.04.2022