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Die grüne LUPO versammelt sich zum ersten thematischen Seminar in Eupen (BE)

Fast alle europäischen Länder sind von der zunehmenden Verstädterung in der Raumplanung betroffen. Städtische Funktionen wie Wohnen, Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur, Industriegebiete, der Dienstleistungssektor, Bildungseinrichtungen, soziale Einrichtungen und Freizeitzentren breiten sich rasch aus. Diese übermäßige Verstädterung von Freiflächen hat negative Auswirkungen auf verschiedene Umweltaspekte. So werden durch die Zerstückelung natürlicher Lebensräume grüne Korridore unterbrochen und das Landschaftsbild verschlechtert. Darüber hinaus verringert die Ausdehnung bebauter Gebiete die biologische Vielfalt und den Artenreichtum, da Flächen verbraucht werden und die Funktionen des Ökosystems beeinträchtigt werden.

Beschreibung

Die Folgen der Stadterweiterung gehen über Umweltfragen hinaus: Auch menschliche Interessen sind betroffen. Das für den Neubau vorgesehene Land steht nicht mehr für die Landwirtschaft zur Verfügung, was zu Konflikten mit Landwirten führen kann. Außerdem ist die Siedlungserweiterung mit hohen Infrastrukturkosten für die Erschließung neuer Stadtteile verbunden. Die Versiegelung von Böden beschleunigt den Wasserabfluss und erhöht die Gefahr von Überschwemmungen. Schließlich können unkontrollierte Zersiedelung und ineffiziente Flächennutzung in einigen Fällen zu größeren Entfernungen zwischen Siedlungen und Bevölkerungszentren führen.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, hat sich die EU das Ziel gesetzt, bis 2050 eine Nettoflächeninanspruchnahme von Null zu erreichen. Diese Initiative ermutigt die Mitgliedstaaten, die weitere Versiegelung des Bodens und die Zersiedelung der Landschaft zu minimieren und bis Mitte des Jahrhunderts eine Nettoflächeninanspruchnahme von Null anzustreben. In der Praxis bedeutet dies, dass die Stadtentwicklung auf bereits verstädterte Gebiete beschränkt werden sollte, um einen weiteren Bodenverbrauch zu verhindern. Die Verwirklichung dieses Ziels ist von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Raumentwicklung, die die Erhaltung der biologischen Vielfalt, der Landschaften und der landwirtschaftlichen Flächen gewährleistet.

Der Schlüssel liegt im gemeinsamen Lernen durch eine Reihe von thematischen Workshops. Der erste von ihnen befasst sich mit der Frage: "Wann gilt Land als 'besetzt' und wann stellt es wertvollen Naturraum dar?

Ziel des Projekts ist es, die in einem gemeinsamen Lernprozess gewonnenen Erkenntnisse in nationale Raumplanungsprozesse zu integrieren. Letztlich sollte jeder Teilnehmer bestrebt sein, die bestehenden Raumplanungsdokumente und -instrumente so anzupassen, dass eine Planung möglich ist, die die Ökosystemfunktionen des Bodens schützt und die biologische Vielfalt und die Artenvielfalt wiederherstellt.

Daten und Uhrzeiten

2025 25 Jun

Beginn 10:00

2025 26 Jun

Ende 15:01

Ort

Kosten

Freier Eintritt

Kontakt

Zusatzinformationen

Letzte Änderung: 25.05.2026 18:23

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