Die vorläufige Zahl der Todesopfer beläuft sich auf sechs (es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie endgültig ist), nachdem sich der Serac von der Gipfelkappe des Marmolada-Gletschers unterhalb der Punta Rocca gelöst hatte. Eine Schnee-, Eis- und Steinlawine, die sich auf einer Länge von etwa zwei Kilometern auf der Trentiner Seite bewegte, erfasste auch die Route der Normalroute, auf der sich die Seilschaften befanden. Der Alarm über die einheitliche Notrufnummer 112 ging gegen 13.45 Uhr ein. Die Rettungsdienste des Trentiner Zivilschutzes waren sofort im Einsatz: sechs Hubschrauber, alpine und speläologische Rettungskräfte mit Hundeeinheiten, Feuerwehr, Polizei, Carabinieri und Guardia di Finanza auch aus den nahe gelegenen Provinzen Bozen, Belluno und Venedig. Die Einsätze werden in der Feuerwache von Canazei koordiniert, die auch Sitz des Bergrettungsdienstes ist. Der Präsident der Autonomen Provinz Trient, Maurizio Fugatti, und der stellvertretende Bürgermeister von Canazei, Dimitri Demarchi, sind ebenfalls vor Ort.
Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Trient, Belluno, Bozen und Treviso gebracht: Die Zahl der Verletzten wird in den nächsten Stunden bekannt gegeben. Die Rettungskräfte haben auch vier unverletzte Personen geborgen.
Veröffentlichungsdatum: 03.07.2022