Die vegetarische Küche ist heute nicht mehr nur eine Imitation von Fleisch, sondern Ausdruck von Bedürfnissen und Instinkten, die von der Suche nach einer interkulturellen und angestammten Verbindung bis hin zum Bedürfnis nach einer tiefgreifenden Rückverbindung mit der Natur reichen. Darüber diskutierten auf dem Trentodoc-Festival Pietro Leemann, Chefkoch des Joia, des ersten vegetarischen Restaurants in Italien, das einen Michelin-Stern erhalten hat, und Alessandro Gilmozzi, selbst Sternekoch im El Molin in Cavalese, der für das Experimentieren mit Rohstoffen in seinem Menü bekannt ist. An ihrer Seite stehen zwei außergewöhnliche Frauen aus dem Panorama, das Berge und Essen verbindet: Eleonora Cunaccia, Besitzerin von Primitivizia, einem Bauernhof, der Wildkräuter sammelt, verpackt und verkauft, und Elena Paternoster, Besitzerin von Mieli Thun. "Wenn man ein Gericht isst, das mit Produkten aus der Natur zubereitet wurde, spürt man, dass etwas in ihm schwingt", erklärt Leemann und fasst damit eine Philosophie zusammen, die von den Gästen geteilt wird: "Es ist dasselbe, was wir in uns schwingen spüren: eine Wiederverbindung mit der Welt.
Veröffentlichungsdatum: 08.10.2022