Ein Dialysepatient kann die Behandlung niemals unterbrechen, nicht einmal für ein paar Tage, um in den Urlaub zu fahren, denn er braucht drei Sitzungen pro Woche, jede Woche des Jahres. Deshalb gibt es im Trentino seit über 15 Jahren die touristische Dialyse. Das ist die Möglichkeit, sich in einem der sechs Dialysezentren der Azienda provinciale per i servizi sanitari behandeln zu lassen, ein wichtiges Angebot des öffentlichen Gesundheitswesens für chronische Dialysepatienten aus anderen Regionen oder Ländern. Bis heute wurden dank der Apss 1.370 Behandlungen durchgeführt. Dies gaben Gesundheitsstadtrat Mario Tonina und Apss-Generaldirektor Antonio Ferro heute Nachmittag am Rande der Pressekonferenz zum Tag der offenen Tür bekannt und dankten allen am Projekt beteiligten Mitarbeitern, insbesondere dem Leiter der Struttura semplice coordinamento centri dialisi di Rovereto, Arco, Tione, Borgo, Cles und Trento Giuliano Brunori, Direktor der Unità operativa nefrologia ed emodialisi - multizonale di Apss.
"Was die Feriendialyse anbelangt, kann die Autonome Provinz Trient einen Unterschied machen, und wenige Tage vor Jahresende liegen die Zahlen deutlich über 2022: 1.370 Menschen konnten diese Dienstleistung in Anspruch nehmen. Die Krankenhausdirektoren, die ich in den letzten Wochen besucht habe, haben diese hervorragende Leistung unseres Gesundheitssystems bestätigt, das Verantwortungsbewusstsein und Menschlichkeit gegenüber den Bedürftigen zeigt", so Tonina.
"Es ist uns gelungen, diese Zahlen, die über denen anderer italienischer Regionen liegen, zu gewährleisten und damit ein wichtiges Arbeitspensum zu unterstützen, was auch von der Nationalen Vereinigung der Hämodialysepatienten anerkannt wurde, die sich kürzlich in einem Schreiben an den Gesundheitsminister über die mangelnde Verfügbarkeit von Dialysezentren für den Dialysetourismus beschwerte, um die Mobilität der Dialysepatienten im ganzen Land zu gewährleisten. In demselben Schreiben dankte der Verband dem Trentino dafür, dass es das Niveau nicht nur beibehalten, sondern sogar erhöht hat. Wir bereiten auch einen Plan vor, der den Anstieg der Touristenzahlen in unserem Gebiet berücksichtigt, um die Hochsaison organisiert zu bewältigen. Wir denken dabei an Unfälle auf den Skipisten, aber auch an Dialysedienste für weniger glückliche Urlauber", so Ferro abschließend.
Veröffentlichungsdatum: 22.12.2023