Renten, Gesundheitsfürsorge und demografischer Wandel: Über dieses Thema diskutierten heute in der Philharmonie von Trient Alberto Brambilla, Präsident des Studienzentrums Itinerari Previdenziali, Elsa Fornero, heute Professorin an der Universität Turin, Stefano Scarpetta, Direktor für Beschäftigung, Arbeit und Soziales bei der OECD, und Marcello Signorelli, Direktor der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Perugia. Im Mittelpunkt der Diskussion, die von Corrado Chiominto, Chefredakteur der Wirtschafts- und Finanzredaktion von ANSA, moderiert wurde, standen drei Hauptfaktoren: demografische Faktoren mit der fortschreitenden Überalterung der Bevölkerung; wirtschaftliche Faktoren, da es kein gesundes Rentensystem gibt, wenn es keine funktionierende Wirtschaft im Vorfeld gibt; und steuerliche Faktoren, da in einem bereits hoch verschuldeten Land wie Italien die Auswirkungen der Steuerhinterziehung sehr stark sind. Der Vergleich brachte auch Erkenntnisse, die in der Mediendiskussion nicht immer berücksichtigt werden. Zum Beispiel: Es stimmt, dass das Verhältnis zwischen Jung und Alt unausgewogen ist, aber Italien schöpft die vorhandenen Ressourcen, d. h. gerade junge Menschen und Frauen im erwerbsfähigen Alter (nur 50 Prozent von ihnen sind erwerbstätig, verglichen mit einem europäischen Durchschnitt von 60 Prozent), bereits nicht voll aus.
Veröffentlichungsdatum: 25.05.2024