Allgemeine Informationen
Infektionen, die durch resistente Mikroorganismen verursacht werden, sprechen oft nicht auf Standardbehandlungen an, was zu längeren Krankenhausaufenthalten, höheren Gesundheitskosten und einem erhöhten Sterberisiko führt. Antibiotikaresistente Mikroben (AMRO) oder Superbugs sind unsichtbar und können auf Oberflächen bis zu drei Tage lang überleben. Das bedeutet, dass sie übertragen werden können, wenn eine infizierte Person eine andere einfach nur berührt oder wenn der Patient einen Gegenstand berührt, auf dem sich der Erreger befindet, wie z. B. ein Stethoskop oder eine TV-Fernbedienung. Die Antibiotikaresistenz variiert je nach geografischem Standort und steht in direktem Zusammenhang mit dem Einsatz und Missbrauch von Antibiotika. In allen europäischen Mitgliedstaaten und Norwegen gibt es aktive Überwachungssysteme, die als einer der Hauptfaktoren für den Rückgang der AMRO-Infektionen im Laufe der Jahre angesehen werden sollten.
Das Projekt "Anti-Superbugs" ist in 7 Arbeitspakete gegliedert, die sowohl Forschungs- als auch Managementaktivitäten umfassen.
- WP1: Projektmanagement und Koordinierung
- WP2: Bedarfsanalyse, Nachhaltigkeitsstudie und Aufgabenstellung
- WP3: umfassende Analyse des Stands der Technik, offene Marktkonsultation, frühzeitige Einbeziehung des Marktes
- WP4: Konzeption und Vorbereitung
- WP5: Vertragsdurchführung und -abwicklung
- WP6: Bewertung
Ziele
Die bisher unternommenen Anstrengungen reichen nicht aus, um 'AMRO'/Superbug-Infektionen auszurotten, und mit dem Anti-Superbugs PCP (pre-commercial-procurement) wird eine vorkommerzielle Auftragsvergabe definiert und eingeleitet, um die Industrie herauszufordern, IKT-Lösungen zu entwickeln, die das Vorhandensein resistenter Mikroorganismen nachweisen, dem Nutzer ein Echtzeit-Feedback geben und gleichzeitig die Informationen mit den elektronischen Registrierungssystemen der Gesundheitsdienstleister austauschen können, die die Infektion mit dem Nachweisort verknüpfen.
Anfangsdatum
01.09.2016
Enddatum
28.02.2022