Im Alpenraum können wasserstoffbetriebene Busse, Pkw, Lkw und Elektrozüge einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Deshalb setzt sich die Arbeitsgemeinschaft der Alpenregionen (Arge Alp) für eine grenzüberschreitende Planung der Wasserstoffversorgung und -logistik im Alpenraum ein. An einer Fachtagung, die dieser Tage in St. Gallen stattfand, diskutierten internationale Experten die dafür notwendigen Voraussetzungen.
Der Personen- und Güterverkehr im Alpenraum weist aufgrund seiner topografischen Gegebenheiten Besonderheiten gegenüber dem öffentlichen oder schienengebundenen Verkehr in anderen Gebieten auf. Aus diesem Grund sind umweltfreundliche Fahrzeugantriebe besonders wichtig. Die Arge Alp ist der Meinung, dass grüner Wasserstoff, der durch Elektrolyse von Wasser mit Hilfe erneuerbarer Energien hergestellt wird, ein großes Potenzial hat, aber damit sich dieser Kraftstoff durchsetzen kann, muss seine Verfügbarkeit im Alpenraum gewährleistet sein.
An der Konferenz diskutierten Experten aus den Alpenregionen über Fragen der Produktion, Verteilung und Speicherung von grünem Wasserstoff. Außerdem wurden Best-Practice-Projekte vorgestellt, die in allen zehn Regionen der Arge Alp umgesetzt werden. Die Schlussfolgerungen flossen in eine Resolution ein, die der Kanton St. Gallen als Präsident der Arge Alp für das Jahr 2023 an der im kommenden Oktober stattfindenden Konferenz der Regierungschefs verabschieden lassen wird.
Veröffentlichungsdatum: 04.05.2023