Im März übernahm er die Verantwortung, ein heiliges Monstrum wie Marcel Jacobs auf der Ziellinie der 60-Meter-Europameisterschaft in Budapest zu "stampfen". Ja, Samuele Ceccarelli hat die ganze Explosivität und Frische der Generation Z in sich, die der Sprinter voll und ganz verkörpert. Ceccarelli selbst, flankiert von einer Legende der Schnelligkeit auf der Bahn wie Stefano Tilli, der nicht nur die 60 Meter bei der Europameisterschaft 1983 gewonnen hat, sondern auch Weltrekordhalter über 200 Meter in der Halle war, sprach über die Gegenwart und die Zukunft dieser Spezialität. Samuele, Jahrgang 2000, aus der Toskana, gab zu, dass ihn noch vor einem Jahr kaum jemand kannte: "Ich muss sagen, dass ich mich in diesen Tagen besser kennenlerne. Ich habe erst seit meinem 16. Lebensjahr Leichtathletik betrieben, davor habe ich Karate trainiert. Das Laufen hat mir viel Freude bereitet, in den letzten Monaten habe ich mich konditionell immer weiter verbessert, der Europameistertitel war bis vor kurzem nicht einmal vorstellbar. Das erste Hallenrennen in Ancona war auch das erste Mal, dass ich neben einem Olympiasieger wie Jacobs lief. In der Batterie habe ich mich an die Linie gestellt, ohne darüber nachzudenken, wer neben mir steht. Ich bin ganz auf mich konzentriert gelaufen, fast mit Scheuklappen. Heute habe ich immer noch den gleichen 'Hunger' wie zu Beginn.
Veröffentlichungsdatum: 13.10.2023