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Ausbau der Sozialdienste

Maßnahme 5 – Komponente 2 – Investition 1.1.4

Stärkung der Sozialdienste durch die Einführung von Mechanismen zur Zusammenarbeit und Aufsicht für Sozialarbeiter.

Allgemeine Informationen

Die Projekte sehen die Konsolidierung der Supervisionsangebote für Sozialarbeiter vor, um Räume für Reflexion und Auseinandersetzung mit der beruflichen Praxis zu schaffen, die deren Identität stärken. Die Umsetzung dieser Projekte ist infolge der Pandemie von entscheidender Bedeutung geworden, da diese zu immer komplexeren Bedürfnissen, einer Zunahme von Situationen wirtschaftlicher Not und einem steigenden Bedarf an Dienstleistungen geführt hat – und das alles bei knappen Ressourcen. Gleichzeitig birgt dieser Kontext jedoch einhohes Burnout-Risiko für die Fachkräfte.

Es sind drei Handlungsansätze vorgesehen:

  1. Individuelle Supervision: Stärkung der beruflichen Identität auf individueller Ebene durch persönliche Aufarbeitung emotionaler Erfahrungen; Reflexion der Erfahrungen und Verknüpfung von Theorie und Praxis; Stärkung der Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeiten. 
  2. Berufliche Gruppensupervision: Stärkung der beruflichen Identität; Entwicklung eines größeren Bewusstseins für die eigene Rolle und größerer Klarheit hinsichtlich der Dimension der Begleitung und nicht der Vertretung von Personen; Aufarbeitung von Erfahrungen und Festigung der Kompetenzen zum Umgang mit Spannungen und Konflikten; Verbesserung der zwischenmenschlichen und kommunikativen Fähigkeiten; Analyse und Austausch beruflicher Praktiken; Förderung gemeinsamer Reflexion durch die Gruppenerfahrung; Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls zur Organisation durch Verbesserung der Kooperationspraktiken; Förderung von Problemlösungs- und Planungskompetenzen.
  3. Organisatorische Supervision multiprofessioneller Teams: Stärkung der Identität und Besonderheit jeder beruflichen Rolle; Förderung der zwischenmenschlichen und kommunikativen Instrumente der Gruppe; Planung und Organisation der Arbeit sowie Zeitmanagement; Abbau möglicher Spannungen zwischen der operativen Ebene und der planerischen und entscheidungsfindenden Ebene.

Ziele

Das Burnout-Phänomen bei den Fachkräften vorbeugen, indem die Qualität der Arbeitspraktiken der Sozialarbeiter verbessert wird – durch die Bereitstellung von Instrumenten, die ihr Wohlbefinden gewährleisten und ihre berufliche Kompetenz fördern und unterstützen.

Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Notlagen und der steigenden Nachfrage soll die fachliche Qualität der Maßnahmen durch eine Verfeinerung der methodischen, wertbezogenen, zwischenmenschlichen und berufsethischen Aspekte, die der Beruf erfordert, verbessert werden. Die Supervision zielt darauf ab, einen Prozess der konstruktiven Reflexion über Schwierigkeiten und Probleme anzustoßen, sowohl im Hinblick auf die Beziehungen zu den Begünstigten der Maßnahmen als auch in Bezug auf die Organisation und das Arbeitsteam.

Beitrag zur Zielerreichung: 2.250 Supervisionsstunden und Einbeziehung von mindestens 335 Fachkräften ( jeweils 170 bzw. 165 Fachkräfte für jedes der beiden Projekte).

Anfangsdatum

27.06.2023

Enddatum

30.06.2026

Referenzdokumente

Programmierung und Finanzierung

Programmier-Werkzeug

Nationaler Plan für Aufbau und Resilienz (PNRR)
Mission 5 - Inklusion und Zusammenhalt
C2 - Soziale Infrastrukturen, Familien, Gemeinschaften und der dritte Sektor
I1.1.4 - Intervention 4) Stärkung der Sozialdienste und Verhinderung von Burn-out bei Sozialarbeitern

Die Umsetzung des PNRR im Trentino fügt sich nahtlos in den programmatischen Rahmen für die nachhaltige Entwicklung der Provinz ein, entsprechend den im Wirtschafts- und Finanzdokument der Provinz und im dazugehörigen Aktualisierungsbericht festgelegten Leitlinien.

Finanzierungsquelle

Europäische Fonds
Außerordentliche Fonds
NGEU - Next Generation EU

Gesamtbudget

€ 420.000,00

Anmerkungen zum Budget

PNRR-Fördermittel: 420.000,00 € (jeweils 210.000 Euro pro Projekt)

Überwachung

Mitdem DekretNr. 98 des Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik vom 9. Mai 2022 wurden die Projektlisten der territorialen Sozialbezirke (ein einziger Bezirk für die Provinz Trient) genehmigt.

Am 22. Dezember 2022 wurde vom Landesrat der Entwurf einer Vereinbarung mit dem Ministerium über Projekte – an denen alle Talgemeinden beteiligt sind – genehmigt, die darauf abzielen, die Sozialdienste zu stärken und dem Burn-out-Phänomen bei den Fachkräften vorzubeugen.

Im Jahr 2023 wurde die Vereinbarung zwischen der Provinz und den beteiligten lokalen Gebietskörperschaften unterzeichnet (Beschluss Nr. 640 vom 14. April 2023).

Zum 30. Juni 2026 wurde das im Projekt vorgesehene Ziel fristgerecht erreicht.

Eindeutiger Projektcode - CUP

codice
C44H22000480006 5 territoriale Zusammenschlüsse (bestehend aus mehreren Gemeinden mit einer federführenden Gemeinde), die auf der Grundlage der räumlichen Nähe definiert wurden: Rotaliana/Paganella, Cembra/Valle Laghi, Fiemme/Fassa, Tesino/Primiero, Rovereto/Cimbri; 3 Einzelgemeinden (Gemeinde Valle di Sole, Gemeinde Giudicarie und Gemeinde Vallagarina)
C44H22000490006 Gebiet Etschtal, bestehend aus der Gemeinde Alta Valsugana und Bersntol, der Gemeinde Alto Garda und Ledro sowie der Gemeinde Val di Non
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