Allgemeine Informationen
Die Projekte sehen die Konsolidierung der Supervisionsangebote für Sozialarbeiter vor, um Räume für Reflexion und Auseinandersetzung mit der beruflichen Praxis zu schaffen, die deren Identität stärken. Die Umsetzung dieser Projekte ist infolge der Pandemie von entscheidender Bedeutung geworden, da diese zu immer komplexeren Bedürfnissen, einer Zunahme von Situationen wirtschaftlicher Not und einem steigenden Bedarf an Dienstleistungen geführt hat – und das alles bei knappen Ressourcen. Gleichzeitig birgt dieser Kontext jedoch einhohes Burnout-Risiko für die Fachkräfte.
Es sind drei Handlungsansätze vorgesehen:
- Individuelle Supervision: Stärkung der beruflichen Identität auf individueller Ebene durch persönliche Aufarbeitung emotionaler Erfahrungen; Reflexion der Erfahrungen und Verknüpfung von Theorie und Praxis; Stärkung der Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeiten.
- Berufliche Gruppensupervision: Stärkung der beruflichen Identität; Entwicklung eines größeren Bewusstseins für die eigene Rolle und größerer Klarheit hinsichtlich der Dimension der Begleitung und nicht der Vertretung von Personen; Aufarbeitung von Erfahrungen und Festigung der Kompetenzen zum Umgang mit Spannungen und Konflikten; Verbesserung der zwischenmenschlichen und kommunikativen Fähigkeiten; Analyse und Austausch beruflicher Praktiken; Förderung gemeinsamer Reflexion durch die Gruppenerfahrung; Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls zur Organisation durch Verbesserung der Kooperationspraktiken; Förderung von Problemlösungs- und Planungskompetenzen.
- Organisatorische Supervision multiprofessioneller Teams: Stärkung der Identität und Besonderheit jeder beruflichen Rolle; Förderung der zwischenmenschlichen und kommunikativen Instrumente der Gruppe; Planung und Organisation der Arbeit sowie Zeitmanagement; Abbau möglicher Spannungen zwischen der operativen Ebene und der planerischen und entscheidungsfindenden Ebene.
Ziele
Das Burnout-Phänomen bei den Fachkräften vorbeugen, indem die Qualität der Arbeitspraktiken der Sozialarbeiter verbessert wird – durch die Bereitstellung von Instrumenten, die ihr Wohlbefinden gewährleisten und ihre berufliche Kompetenz fördern und unterstützen.
Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Notlagen und der steigenden Nachfrage soll die fachliche Qualität der Maßnahmen durch eine Verfeinerung der methodischen, wertbezogenen, zwischenmenschlichen und berufsethischen Aspekte, die der Beruf erfordert, verbessert werden. Die Supervision zielt darauf ab, einen Prozess der konstruktiven Reflexion über Schwierigkeiten und Probleme anzustoßen, sowohl im Hinblick auf die Beziehungen zu den Begünstigten der Maßnahmen als auch in Bezug auf die Organisation und das Arbeitsteam.
Beitrag zur Zielerreichung: 2.250 Supervisionsstunden und Einbeziehung von mindestens 335 Fachkräften ( jeweils 170 bzw. 165 Fachkräfte für jedes der beiden Projekte).
Anfangsdatum
27.06.2023
Enddatum
30.06.2026