Beschreibung
Die Umwelt/Fauna
Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch Enteignung für militärische Zwecke geschaffene Staatsgut hat heute eine Gesamtfläche von 782 Hektar, wobei Weide- und Wiesenflächen deutlich überwiegen und eine Waldfläche von ca. 230 Hektar vorhanden ist, die teilweise aus Aufforstungen in der Vor- und Nachkriegszeit (Großer Krieg) stammt.
Die besondere geografische Lage und der spektakuläre Charakter zahlreicher Landschaften verleihen dem Gebiet einen hohen touristischen, erholsamen und sportlichen Wert sowie eine produktive und schützende Funktion.
All dies wird bei der waldbaulichen Bewirtschaftung berücksichtigt, die darauf abzielt, die Struktur und Stabilität der Bestände zu verbessern, wobei die am stärksten anthropogen beeinflussten Gebiete gezielt ausgewählt werden.
Die Fauna des Staatswaldes ist reich an Arten, die typisch für alpine Ökosysteme sind, darunter auch große Raubtiere. In der Viote-Ebene gibt es auch ein interessantes Torfmoor, das seltene botanische Arten sowie floristische und präglaziale Endemismen der wirbellosen Fauna bewahrt.
Das Integrale Naturschutzgebiet Tre Cime del Monte Bondone
Es wurde 1968 gegründet und umfasst eine Fläche von 185 Hektar auf einer Höhe von 1580 m bei Viote bis 2176 m bei Cornetto.
Im Jahr 1500 gehörte das Gebiet des heutigen Reservats, wie der gesamte Berg Bondone (damals Monte Vason genannt), dem Fürstbischof von Trient, der sich das ausschließliche Recht zur Jagd vorbehielt. Später, als Dank an die Bondone-Gemeinde für ihren Beitrag zum Bau des Doms von Trient und für die Lieferung von Brennholz, teilte der Bischof den Berg auf und übergab ihn nach und nach den Gemeinden Sopramonte, Sardagna, Garniga, Cavedine, Baselga di Bondone und Vigolo Baselga.
Im 19. Jahrhundert wurde das Viote-Becken in mähbare Weiden und Wiesen umgewandelt und die Viehzucht begann. Später wurde das Gebiet zu einem strategischen Stützpunkt der Österreicher und es wurden die typischen Steinkasernen gebaut.
Das Naturschutzgebiet liegt in einem Tal eiszeitlichen Ursprungs, das von der Viote-Ebene bis zu den Drei Zinnen reicht: Doss d'Abramo (2.140 m), Cornetto (2.176 m) und Cima Verde (2.102 m). Das Becken besteht aus einem Sedimentgestein (Kalkmergel und Mergelschiefer) aus dem Eozän, das von zahlreichen Moränenablagerungen eiszeitlichen Ursprungs bedeckt ist. Weiter oben, auf den Tre Cime, überwiegen weiße und rote Kalksteine aus dem Jura und tonige Kalksteine aus der Kreidezeit, die reich an Fossilien sind. Drei Wasserläufe fließen durch das Schutzgebiet: der Rio Val Magna, der ins Tal hinabfließt und Roggia di Garniga genannt wird, die Roggia di Sopramonte und die Roggia dei Molini, die in den Torrente Vela münden.
Das Waldgebiet ist durch unregelmäßige Fichtenwälder gekennzeichnet. In den letzten Jahren haben sich die Fichtenwälder dank einer naturnahen Waldbewirtschaftung (die die veralteten Monokulturen abgelöst hat) langsam in strukturiertere und gemischte Bestände umgewandelt, in denen Lärchen, Weißtannen, Laubbäume und Zirben vorkommen. Im Magna-Tal und in der Ortschaft Pozze gibt es natürliche Fichten- und Lärchenwälder mit einigen Weißtannen, Buchen und Ebereschen, die hier und da von Wiesenlichtungen unterbrochen werden. Im oberen Teil des Reservats wachsen Mugo-Dickichte mit einigen verstreuten Lärchenexemplaren.
Der charakteristischste Aspekt der Vegetationsdecke des Reservats ist zweifellos die krautige Flora: Hier finden sich wertvolle Endemiten wie die Bonarota(Paederota bonarota), die ArgentinischeGeranie (Geranium argenteum) und der Felsen-Raponzolo(Physoplexis comosa), aber auch andere wichtige Arten wie Paeonia officinalis, Anemone alpina, Anemone montana und viele andere.
Im höher gelegenen Teil des Reservats halten sich gelegentlich Rehe auf, die jedoch den Talkessel von Viote bevorzugen, wo sie reichlich Nahrung finden; zwischen den Felsen der Tre Cime wurde das Vorkommen von Gämsen festgestellt. Zu den Vogelarten gehören Auerhahn, Birkhuhn, Rabenkrähe, Alpendohle und Steinadler.
Erwähnenswert ist auch das Vorhandensein des "Viote del Monte Bondone Alpine Botanical Garden", einer wissenschaftlichen, didaktischen und informativen Struktur, die vom Museo di Trento verwaltet wird und den Blumenarten des Alpenbogens gewidmet ist.
Im informierten Wald
Die Verwaltung des Waldes ist der Provinzialagentur für Staatswälder - Sektor Etsch - anvertraut.
Zugang
Von Trient aus über die Provinzstraße 85 des Monte Bondone.
Von Lagolo (Sarcatal) und dem Val di Cavedine über die SP 85 nach Viote.
Von Aldeno und dem Etschtal auf der Provinzstraße SP 25 Garniga hinauf zur Viote-Ebene, über Cimone und Garniga.