Beschreibung
Eine aktuelle Eurostat-Erhebung über Mieten und Hauspreise, die am 10. Januar veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Hauspreise in der EU im Vergleich zum dritten Quartal 2022 um -1,0 % gesunken sind, während die Mieten um 3,0 % gestiegen sind.
Die Hauspreise und Mieten in der EU folgten zwischen 2010 und dem zweiten Quartal 2011 einem vergleichbaren Wachstumspfad. Nach diesem Quartal entwickelten sich die Hauspreise und Mieten unterschiedlich. Während die Mieten in diesem Zeitraum bis zum zweiten Quartal 2023 stetig stiegen, schwankten die Hauspreise erheblich.
Nach einem starken Rückgang zwischen dem zweiten Quartal 2011 und dem ersten Quartal 2013 blieben die Hauspreise zwischen 2013 und 2014 mehr oder weniger stabil. Anfang 2015 folgte ein rascher Anstieg, und bis zum dritten Quartal 2022 stiegen die Hauspreise schneller als die Mieten. Seit dem vierten Quartal 2022 sind die Hauspreise in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gesunken, bevor sie im zweiten und dritten Quartal 2023 wieder anstiegen. Hauspreise haben sich in Estland, Ungarn, Litauen, Lettland, Österreich, der Tschechischen Republik und Luxemburg mehr als verdoppelt
Zwischen 2010 und dem dritten Quartal 2023 stiegen die Hauspreise um 48 % und die Mieten um 22 %. Vergleicht man das dritte Quartal 2023 mit dem Jahr 2010, so sind die Hauspreise in 18 der 27 EU-Länder stärker gestiegen als die Mieten. In diesem Zeitraum haben sich die Hauspreise in Estland (+210 %) mehr als verdreifacht und in Ungarn (+185 %), Litauen (+158 %), Lettland (+141 %), Österreich (+123 %), der Tschechischen Republik (+122 %) und Luxemburg (+107 %) mehr als verdoppelt. Rückgänge wurden in Griechenland (14 %), Italien (8 %) und Zypern (-2 %) beobachtet.
Die Mieten stiegen in 26 EU-Ländern, wobei die höchsten Steigerungen in Estland (+ 218 %), Litauen (+ 170 %) und Irland (+ 100 %) zu verzeichnen waren. Der einzige Rückgang der Mietpreise wurde in Griechenland verzeichnet (-20 %).
Quelle: Eurostat
Bild: Eurostat