Beschreibung
Der jüngste Eurostat-Bericht über erneuerbare Energien, der im Dezember 2024 veröffentlicht wurde, zeigt ein Gesamtbild mit erheblichen Verbesserungen in der EU. Die wichtigsten Zahlen, die sich daraus ergeben, sind:
- Der Anteil der erneuerbaren Energien hat sich zwischen 2004 und 2023 fast verdreifacht;
- Wind und Wasser liefern den größten Teil des erneuerbaren Stroms, die Sonne ist die am schnellsten wachsende Energiequelle;
- Fast ein Viertel der für Heizung und Kühlung verwendeten Energie stammt aus erneuerbaren Quellen;
- der Anteil der im Verkehr in der EU genutzten Energie aus erneuerbaren Quellen erreicht im Jahr 2023 10,8 %, gegenüber 9,6 % im Jahr 2022.
Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in der EU lag 2023 bei 45,3 %, was einem deutlichen Anstieg von 4,1 Prozentpunkten gegenüber 2022 entspricht. Dies ist der größte jährliche Anstieg des Anteils der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2004. Darüber hinaus waren die jährlichen Steigerungen in den Jahren 2022 (3,5 Prozentpunkte) und 2020 (3,3 Prozentpunkte) die zweit- bzw. drittgrößten jährlichen Steigerungen.
Mehr als zwei Drittel der gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen entfielen auf die Windenergie (38,5 Prozent) und die Wasserkraft (28,2 Prozent). Dahinter folgt die Solarenergie mit einem Anteil von 20,5 %, während feste Biobrennstoffe und andere erneuerbare Energien 6,2 % bzw. 6,6 % ausmachten. Das Wachstum der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen in den letzten zehn Jahren wurde weitgehend durch den Ausbau der Wind- und Solarenergie erreicht. Die Solarenergie ist die am schnellsten wachsende Quelle, die von nur 7,4 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2008 (was nur 1 % der Gesamtmenge entspricht) auf 252,1 TWh im Jahr 2023 anwächst.
Elektrizität aus erneuerbaren Quellen dominiert in Österreich und Schweden
Die Daten zeigen, dass mehr als 75 % des im Jahr 2023 verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen in Österreich (87,8 %, überwiegend aus Wasserkraft), Schweden (87,5 %, überwiegend aus Wasserkraft und Windkraft) und Dänemark (79,4 %, überwiegend aus Windkraft) erzeugt wurde. Anteile von mehr als 50% wurden auch in Portugal (63,0%), Kroatien (58,8%), Spanien (56,9%), Lettland (54,3%) und Finnland (52,4%) verzeichnet.
Am anderen Ende der Skala lag der Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen in Malta (10,7%), der Tschechischen Republik (16,4%), Luxemburg (18,0%) und Ungarn (19,5%) unter 20%.
Quelle und Bild: Europäische Kommission - GD Klimapolitik - Europäische Umweltagentur