Beschreibung
Die Arbeitsgruppe "Green Deal Going Local" ist der Ansicht, dass Städte und Regionen wichtige Verbündete sind, um die öffentliche Unterstützung für den Green Deal 2.0 zu sichern.
Die Mitglieder des Ausschusses der Regionen betonten auf der Sitzung der Arbeitsgruppe "Green Deal Going Local" am 25. Januar die Notwendigkeit, die Landwirte bei der Einhaltung der EU-Verordnungen zum Green Deal stärker zu unterstützen und den damit verbundenen bürokratischen Aufwand zu verringern.
Nach Ansicht der Ko-Berichterstatter würde eine Regionalisierung der GAP-Verwaltung dazu beitragen, die Probleme der Landwirte, die in den letzten Wochen zu den Protesten geführt haben, besser zu erkennen und zu lösen. Die GAP sollte außerdem von hektarbezogenen Direktzahlungen zu einem Modell übergehen, das auf Arbeitsintensität und ökologischer Nachhaltigkeit, Kleinerzeugern und der ländlichen Entwicklung insgesamt basiert.
Die Mitglieder, die sich zu Wort meldeten, betonten die Zusammenhänge zwischen der GAP, der biologischen Vielfalt und nachhaltigen Lebensmittelsystemen und wiesen darauf hin, dass der Übergang von intensiven zu naturfreundlichen Lösungen Zeit und eine stabile Finanzierung erfordert.
Die Diskussionen, die der Stellungnahme zugrunde liegen, werden auf der Sitzung der Fachkommission für Naturressourcen (NAT) am 5. Februar fortgesetzt. In dieser Fachkommission sind mehr als 100 Mitglieder vertreten, darunter Bürgermeister, Gemeinderäte und Regionalpräsidenten, und sie befasst sich mit einem breiten Spektrum von Fragen der ländlichen Entwicklung, der Gesundheit, der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, des Zivilschutzes, des Verbraucherschutzes und des Tourismus. Die wichtigsten Themen ihres derzeitigen Mandats sind die europäische Agenda für den ländlichen Raum und die öffentliche Gesundheit.
Auf dem Weg zum Green Deal 2.0?
Während der Sitzung befasste sich die Arbeitsgruppe auch mit der Frage der Vorbereitung auf den Klimawandel und der Widerstandsfähigkeit, nachdem in den letzten Monaten eine Reihe von Unwettern Städte und Regionen in ganz Europa heimgesucht hatte. Die Redner betonten die Kosten der Untätigkeit und die Notwendigkeit, Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels in Verbindung mit Anpassungs- und Resilienzmaßnahmen voranzutreiben, sowie die Notwendigkeit, die Verhandlungen über die wichtigsten noch ausstehenden Green-Deal-Dossiers zügig abzuschließen.
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Populismus im Vorfeld der Europawahlen betonten die Mitglieder, dass Regionen und Städte wichtige Verbündete bei der Sicherung der öffentlichen Unterstützung für Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Grünen Deal sind. Die Green-Deal-Arbeitsgruppe auf lokaler Ebene bereitet derzeit eine Reihe von Empfehlungen für den Green Deal 2.0 im Hinblick auf die EU-Wahlen und die neue strategische Agenda der EU vor. Diese Empfehlungsentwürfe werden in einer hochrangigen Debatte auf dem Europäischen Gipfel der Regionen und Städte am 18. und 19. März in Mons weiter ausgearbeitet und auf der nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe am 29. Mai angenommen. Der AdR und das Europäische Parlament werden außerdem am 15. März eine hochrangige Veranstaltung des belgischen Ratsvorsitzes zum Thema "Umsetzung des EU Green Deal in lokale Maßnahmen" ausrichten.
Quelle und Bild: Europäischer Ausschuss der Regionen