Beschreibung
Die derzeit genutzten Wasserressourcen belaufen sich auf weniger als 1 m3/s und konzentrieren sich hauptsächlich auf die wichtigsten peripheren Quellen des Massivs (Centonia, Fusin Molin, Busoni und Acquasanta) und sind Teil der wichtigsten Aquädukte des Val di Sole, des Val di Non, der Piana Rotaliana, der Paganella-Hochebene sowie des mittleren und oberen Sarcatals.
Angesichts der ständig steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Trinkwasser ist in den letzten Jahren auch die Nachfrage nach landwirtschaftlicher (Bewässerungskonsortien) und industrieller (künstliche Beschneiung, Wasserkraftwerke) Nutzung des Wassers der Brenta-Dolomiten gestiegen, und bei einigen Quellen (z.B. Busoni) übersteigen die derzeit geltenden Konzessionen die Wasserkapazität in vielen kritischen Jahreszeiten, wie z.B. in den mageren Wintermonaten und in den Bewässerungsmonaten im Sommer.
In der Vergangenheit wurden im Gebiet der Brenta-Dolomiten mehrere hydrogeologische und geochemische Studien durchgeführt, die vom Tridentinischen Naturwissenschaftlichen Museum durchgeführt wurden, wie z.B. die Studie"Karst-Grundwasserleiter im Trentino", die zwischen 1998 und 2001 vom Umweltministerium des P.A.T. finanziert wurde, und dieStudie "Studie über die Nicht-Rötung des Tovel-Sees", die zwischen 2001 und 2005 vom P.A.T. Research Project Fund finanziert wurde. Diese Studien, die sich auf einen begrenzten Teil des Gebiets der Brenta-Dolomiten wie das Grostè-Gebiet und das Tovel-Tal konzentrierten, können zwar als idealer Ausgangspunkt für die vorliegende Untersuchung angesehen werden, reichen jedoch nicht aus, um die gesamte Hydrostruktur vollständig zu erfassen.
Der Geologische Dienst der P.A.T. hat ein besonderes Interesse an der Untersuchung der Karstgrundwasserleiter der Brenta-Dolomiten, die eine der wichtigsten Versorgungsquellen der Provinz darstellen und somit eine strategische Ressource im Zusammenhang mit der steigenden Nachfrage nach Wasser sowohl für den Trinkwasserkonsum als auch für die industrielle und landwirtschaftliche Nutzung sind.
Die quantitative und qualitative Kenntnis der hydropotablen Ressourcen des Massivs hat sowohl wirtschaftliche Auswirkungen (Optimierung der Wasserressourcen im hydropotablen, landwirtschaftlichen und industriellen Bereich), präventive Umweltauswirkungen (Identifizierung besonders gefährdeter Gebiete aufgrund der Anfälligkeit der hydropotablen Karstgrundwasserleiter) als auch wissenschaftliche Auswirkungen (hydrologisches Gleichgewicht des gesamten Massivs, Instrumente für die Erstellung von hydrogeologischen und Anfälligkeitskarten, geochemische und isotopische Studien usw.). Darüber hinaus bilden die Forschungsarbeiten die Grundlage für die Ausarbeitung möglicher Szenarien für die Nutzung der Wasserressourcen angesichts des Rückgangs der Niederschläge infolge der derzeitigen Klimaerwärmung, von der insbesondere der Alpenbogen betroffen ist.
Ziele
Ziel der Forschung war die Überwachung aller hydrogeologisch wichtigen Punkte (sowohl an der Quelle als auch entlang der Oberflächengewässer), um ein vollständiges und integriertes kontinuierliches Analyse- und Überwachungssystem zu schaffen. Gleichzeitig wurde ein detailliertes Programm chemisch-physikalischer, isotopischer und bakteriologischer Analysen zu verschiedenen Zeiten des hydrologischen Jahres an den wichtigsten Quellen durchgeführt, die gefasst werden oder für eine mögliche künftige hydropotische Nutzung in Frage kommen. Der Zeithorizont für den Überwachungs- und Analyseteil wurde auf 24 Monate (zwei vollständige hydrologische Jahre) festgelegt, dem eine Anfangsphase von einigen Monaten (etwa 12) vorausging, um das hydrologische Überwachungsnetz in Gang zu bringen und die Probenahmestellen für Quell- und Meteorwasser einzurichten. Die gesetzten und erreichten Ziele lassen sich wie folgt zusammenfassen:
O1. Quantifizierung der Durchflussmengen und kontinuierliche Überwachung der wichtigsten Karstquellen (gefasste und nicht gefasste) in den Brenta-Dolomiten im Hinblick auf eine Zählung der wichtigsten Wasserressourcen.
O2. Quantifizierung der Durchflussmengen und kontinuierliche Überwachung der wichtigsten Wasserläufe im Gebiet der Brenta-Dolomiten.
O3. Untersuchung der Höhen und Einzugsgebiete der wichtigsten Karstquellen mit Hilfe von Isotopenanalysen und hydrogeologischen Modellen, die es ermöglicht haben, die wichtigsten unterirdischen Fließrichtungen entsprechend den verschiedenen Hydrostrukturen zu identifizieren.
O4. Untersuchung der Anfälligkeit der wichtigsten Karstgrundwasserleiter und der Qualität des Quellwassers durch die Identifizierung möglicher punktueller und flächenhafter Verschmutzungsquellen sowie durch chemisch-physikalische und bakteriologische Analysen des Quellwassers zu den verschiedenen Jahreszeiten und in Abhängigkeit von den wichtigsten meteorologischen Ereignissen (Schneeschmelze, große Regenfälle, Wintermagerkeit usw.).
O5. Erstellung einer hydrogeologischen Gesamtbilanz des gesamten Massivs durch Vergleich von: i) meteorischen Niederschlägen, ii) effektiver Infiltration, die aus geochemischen und Evapotranspirationsmodellen abgeleitet wird, iii) Oberflächenabfluss, der an den großen Wasserläufen gemessen wird, iv) unterirdischem Abfluss, der an den großen Karstquellen gemessen wird.
Insbesondere die Ziele O1, O2 und O5 sind von größter Bedeutung für die Bestimmung des hydropotentiellen Potenzials des Massivs in Abhängigkeit von den verschiedenen Wasseraustrittsniveaus und damit für die mögliche Rationalisierung der Nutzung der Wasserressourcen.
Die Ziele O3 und O4 sind die natürliche qualitative Ergänzung zu den Forschungsarbeiten. Sie können operative Instrumente für die Raumplanung in stark gefährdeten Mittel- und Hochgebirgsregionen liefern und sind Teil des U.A.P.-Prognoseplans im Hinblick auf die Untersuchung und Kenntnis des Grundwasserspiegels.