Beschreibung
Die Kleine Eiszeit (PEG) ist ein Zeitraum in der Klimageschichte der Erde, der sich von der Mitte des 16. Jahrhunderts (Ende der mittelalterlichen Warmzeit) bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts (d. h. von etwa 1300 bis 1850) erstreckte und in dem es zu einem starken Rückgang der Durchschnittstemperatur auf der Erde kam. Während dieses Zeitraums kam es zu einem Vorstoß der Gletscher auf der ganzen Welt, einschließlich der Alpen, wo sie ihren höchsten Stand in der Geschichte erreichten. Mit dem Ende der Kleinen Eiszeit begann für die Gletscher in den Alpen eine Phase des starken Rückzugs, die bis heute anhält.
Für den Temperaturrückgang, der zum PEG führte, gibt es eine Reihe möglicher Ursachen, wie z. B. eine geringere Sonnenaktivität, verstärkte vulkanische Aktivitäten und Veränderungen in der Zirkulation der Meeresströmungen.
Die Grenzen der Gletscher und ihrer Ablagerungen wurden anhand von Geländevermessungen, historischen Daten und Kartenmaterial sowie Fernerkundung auf der Grundlage von Orthofotos und multitemporalen LiDAR-Daten ermittelt.
Die erzielten Ergebnisse sind nicht nur die ersten vollständigen und homogenen kartographischen Daten der Kleinen Eiszeit auf dem gesamten Gebiet des Trentino, sondern werden auch als Informationsebene in die Gefahrenkarten gemäß Art. 10 L.P. 1. Juli 2011, Nr. 9 aufgenommen.
Referenz-Bibliographie
Carturan L., Baroni C., Carton A., Cazorzi F., Dalla Fontana G., Delpero C., Salvatore M. C., Seppi R., and Zanoner T. (2014)Reconstructing fluctuations of La Mare Glacier (Eastern Italian Alps) in the Late Holocene: new evidence for a Little Ice Age maximum around 1600 AD. Geografiska Annaler. Series A. Physical Geography (ISSN:1468-0459), 96.