Beschreibung
HERKUNFT UND VERBREITUNG. A. chinensis (CLB) und A. glabripennis (ALB) sind cerambycide Käfer asiatischen Ursprungs, die in den letzten Jahrzehnten in Europa und Amerika (nur ALB) eingeführt wurden. In Italien sind sie in mehreren Regionen vertreten. Die Einschleppungs- und Ausbreitungswege sind hauptsächlich auf den Handel mit Materialien zurückzuführen, die Larven enthalten können (Zierpflanzen, Holz und Holzverpackungen).
WIRTSPFLANZEN Es handelt sich um sehr polyphage, xylophage Insekten, deren Larven sich vom Holz vieler Bäume und Sträucher ernähren. Die erwachsenen Tiere nagen an der Rinde der Triebspitzen sowie an Blattstielen und Blättern. Sie können auch gesunde, kräftige Pflanzen befallen. Die Wirtspflanzen sind Laub-, Forst- und Obstbäume, insbesondere Ahorn, Birke, Hainbuche, Hasel, Rosskastanie, Platane, Ulme, Weide, Pappel, Buche, Zitrusfrucht, Rose, Apfel, Birne und verschiedene Prunus.
Die erwachsenen Tiere fliegen von Mai bis August und fressen in den Kronen. Nach der Paarung legen sie bis zu 100 Eier einzeln unter der Rinde ab. Die Larven graben lange Gänge in das Holz und verpuppen sich in der Nähe der Rinde. Sobald sie das Erwachsenenstadium erreicht haben, schlüpfen sie und hinterlassen an den Wurzeln, Stämmen oder Ästen charakteristische kreisförmige, flimmernde Löcher von 1-2 cm Durchmesser. Der gesamte Entwicklungszyklus dauert je nach den klimatischen Bedingungen 1-2 Jahre.
MORPHOLOGIE.
Ausgewachsene Tiere. Durchschnittlich 20 bis 37 mm lang, leuchtend schwarz mit hellen Flecken auf den Flügeldecken. Lange Fühler, mit abwechselnd hellen und dunklen Bändern. Die Männchen sind kleiner als die Weibchen, haben aber längere Fühler. Die beiden Arten lassen sich durch die Rauheit an der Basis der Flügeldecken unterscheiden (nur bei A. chinensis vorhanden).
Eier. Weiß, 5-6 mm lang, ähnlich wie Reiskörner.
Larven. Beinlos, bis zu 60 mm lang, cremefarben mit braunem Kopf.
Puppen. Sie sind cremeweiß und haben ihre Anhängsel frei vom Körper.
SYMPTOMATIK. Der größte Schaden wird durch die trophische Aktivität der Larven verursacht. Die Larven graben Gänge in das Holz an der Stammbasis und in den Wurzeln(A. chinensis) oder im höchsten Teil des Stammes und in den Zweigen(A. glabripennis), was zu einer Verringerung der Stabilität der Zweige oder der gesamten Pflanze führt.
Hauptanzeichen für das Vorhandensein des Befalls: Austritt von Rosura aus den Gängen mit Anhäufung an der Basis der Pflanze und Flackerlöcher der erwachsenen Tiere an der Basis des Stammes oder an den Zweigen.
Weitere charakteristische Anzeichen: Erosionen der erwachsenen Tiere an der Krone und Narben, die die Weibchen bei der Eiablage am Stamm oder an den Ästen hinterlassen (Nischen für die Eiablage). Ein befallener Baum zeigt ein Austrocknen von Teilen der Krone und einen fortschreitenden Zerfall bis zum Absterben, das innerhalb weniger Jahre eintritt.
SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG. A. chinensis und A. glabripennis sind vorrangige Quarantäneschädlinge für die EU, da sie aufgrund der großen Schäden, die sie verursachen können, als sehr gefährlich gelten. In Europa und Italien sind bereits obligatorische Bekämpfungsmaßnahmen für beide Schädlinge in Kraft, und es werden verstärkte Präventions- und Überwachungsmaßnahmen durchgeführt. Aus diesem Grund führen der provinziale Pflanzenschutzdienst und die E. Mach jährliche Inspektionen in verschiedenen Bereichen wie Baumschulen, städtischen Grünanlagen, natürlichen und landwirtschaftlichen Gebieten sowie gefährdeten Standorten durch. Die Untersuchungen basieren auf visuellen Inspektionen der Pflanzen und, falls erforderlich, auf Probenahmen und Laboranalysen.
Der Asiatische Laubholzbockkäfer kann ausgerottet werden, wenn die befallenen Pflanzen schnell identifiziert und beseitigt werden. Daher ist die Überwachung potenzieller Wirtspflanzen und, im Falle eines Befalls, das Abschneiden der Pflanzen mit anschließender Zerkleinerung des gesamten anfallenden Materials unerlässlich. Werden adulte Tiere oder Pflanzen mit Befallssymptomen gefunden, muss angesichts ihrer Gefährlichkeit sofort eingegriffen werden, um ihre Ausbreitung im Gebiet zu verhindern.
Für einen wirksamen Schutz des Gebietes ist jedoch die Mitarbeit aller Fachleute, aber auch jedes einzelnen Bürgers unerlässlich.
ANZEIGEN. Da der Asiatische Laubholzbockwurm eine ernste Gefahr sowohl für städtische Grünanlagen als auch für Natur- und Obstanbaugebiete darstellt, muss das (auch zweifelhafte) Vorhandensein erwachsener Tiere oder symptomatischer Pflanzen sofort dem Pflanzenschutzdienst der Provinz gemeldet werden (Tel. 0461-495660; E-Mail serv.agricoltura@provincia.tn.it; pec serv.agricoltura@pec.provincia.tn.it).
VERWEISSVERORDNUNGEN: Verordnung (EU) 2016/ 2031; Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2095 der Kommission vom 28. Oktober 2022; Gesetzesdekret Nr. 19/2021.