Beschreibung
Die sozialpädagogische Gemeinschaft ist ein Dienst, der in Einrichtungen erbracht wird, die für die vorübergehende Tages- und Nachtbetreuung vorgesehen sind.
Es handelt sich um eine stationäre Betreuung für Minderjährige aus sozial schwachen Familien, die nicht in der Lage sind, den Entwicklungsbedürfnissen des Kindes gerecht zu werden.
Die Einrichtung hat die Aufgabe, Schutz, Unterstützung, Begleitung und Erziehung zu gewährleisten, um die psychologische, zwischenmenschliche und soziale Reifung des Minderjährigen im Hinblick auf die Rückkehr in die Familie und/oder andere Lebensprojekte zu fördern. Das Angebot pflegt regelmäßige Kooperations- und Kommunikationsbeziehungen zu den für das Kind wichtigen Bezugspersonen und fördert sozialisierende Erfahrungen auch außerhalb des Gemeinschaftskontextes. Während des gesamten Prozesses wird eine Orientierungshilfe bei der Wahl des Bildungswegs und der Arbeitssuche gewährleistet. Die Unterbringung des Jugendlichen in der Einrichtung wird von einem Programm zur Unterstützung und Wiederherstellung der elterlichen Funktionen begleitet, das von den örtlichen Sozialdiensten durchgeführt wird.
An wen richtet sich das Angebot
Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren aus Familien mit eingeschränkter Erziehungsfähigkeit und/oder vielfältigen Problemen, die benachteiligt und/oder vorurteilsbelastet sind. Jugendliche unter 6 Jahren werden aus Gründen der Familienzusammenführung aufgenommen. Die Unterbringung kann über das 17. Lebensjahr hinaus, jedoch nicht über das 21. Lebensjahr hinaus, fortgesetzt werden, sofern die Notwendigkeit besteht, die Ausbildung abzuschließen oder den Weg in die Selbstständigkeit zu festigen.
Zugang zum Dienst
Der Zugang erfolgt auf Überweisung des örtlichen Sozialdienstes, der Talgemeinschaften nach einem Bewertungsverfahren, das in der Festlegung des Rahmenprojekts mündet, und/oder der öffentlichen Behörde (Art. 403 des italienischen Zivilgesetzbuchs) und/oder auf Anordnung der Justiz.
Die Beurteilung der Aufnahme sieht die Beteiligung der Familie und, soweit möglich, des Minderjährigen sowie des Netzwerks der beteiligten formellen und informellen Akteure vor.