Beschreibung
Die Autonome Provinz Trient hat einen Solidaritätsfonds eingerichtet, aus dem einmalige Beiträge an die Familien von Opfern tödlicher Arbeits- oder Freiwilligenunfälle gezahlt werden können.
Der Fonds kann in Anspruch genommen werden, wenn sich tödliche Unfälle ereignen bei:
1) Arbeitnehmern bei der Ausübung ihrer Arbeit, auch wenn der Arbeitnehmer nicht gegen Arbeitsunfälle versichert ist
2) in Ausübung ihres Dienstes bei:
- Angehörige der Polizei, der Streitkräfte, des Forstkorps der Provinz, des Forstaufsichtsdienstes, der Gemeindepolizei und der Berufsfeuerwehr
- Freiwillige des Berg- und Höhlenrettungsdienstes, der Feuerwehr, der operativen Strukturen des Zivilschutzes der Provinz und derjenigen, die in Absprache mit dem Gesundheitsamt der Provinz den Krankentransport durchführen.
Der Beitrag wird unabhängig von der Feststellung der Schuld an der Verursachung des tödlichen Ereignisses ausgezahlt und kommt zu anderen Vergütungen oder Entschädigungen hinzu, die auf anderen Gesetzen, Versicherungs- oder Sozialversicherungsverhältnissen beruhen.
Die Höhe des Beitrags richtet sich nach den wirtschaftlichen Verhältnissen der Familie (ICEF) und ist nach dem Grad der Verwandtschaft des Opfers mit den begünstigten Familienmitgliedern, dem Bestehen einer Ehe- oder Lebensgemeinschaft und der Anzahl der Kinder gestaffelt.
Der Höchstbetrag des Beitrags beträgt 25.000 € bei einem ICEF-Indikator von Null und verringert sich proportional, wenn der ICEF-Indikator steigt, bis er Null beträgt. Ist der Betrag größer als Null und kleiner als 500 EUR, wird der Mindestbetrag von 500 EUR anerkannt.